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B298 ...

VON LESER IN MY HUMBLE OPINION

Mir ist bekannt, dass es Vorgaben/Spezifikationen für den Straßenbelag gibt, bei deren Nichterfüllung eine Reparatur angesagt ist - und bei Bundesstraßen dann auch mal durchgeführt wird. Dem "Bund" ist es so ziemlich egal, ob die Straße hinterher breiter oder schmaler ist, ob da Radwege sind oder nicht, die Fahrbahn muss danach innerhalb der Vorgaben/Spezifikationen liegen und es darf nicht teurer werden.

Bei Landesstraßen hingegen sind die Vorgaben/Spezifikationen offensichtlich deutlich niedriger, was man zum Beispiel am maroden Zustand vieler Landesstraßen sieht, die im Gegensatz zur B298 noch lange nicht auf der Liste stehen, aber so ist das halt im Föderalismus, Bund ist Bund und Land ist Land, koste es, was es wolle.

Wie dem auch sei, mich überrascht die "Diskussion" und der Zeitpunkt. Die Lokalpresse schreibt, dass der Belag "in den Sommerferien" erneuert werden soll. Abgesehen vom Umstand, dass dann auch immer "Handwerkerferien" abgehalten werden und sich wochenlang auf den Baustellen nix tut, gibt es denn schon Ausschreibungen und Angebote für diese Reparatur und/oder den Radwegeinrichtung? Angesichts der bekannt schnellen Arbeitsweise der Straßenbauverwaltung müsste es doch wohl eher "in den Sommerferien 2018" heißen, oder?

So knapp vor den diesjährigen Sommerferien die Diskussion zu starten, ob 2, 3 oder 4 Fahrstreifen, ob Radweg hier oder doch nicht, was erwartet man von der "Diskussion"? Wenn es nur um ein Abnicken der vorher festgelegten Bedingungen gehen soll, mag das ja noch passen ( die Diskussion seinerzeit um den Abluftfilter im Tunnel hatte eine vergleichbare Qualität ), wenn es um echte Beteiligung, echte Diskussion gehen soll, ist es doch schon für dieses Jahr zu spät.

Was auch erstaunt, ist die weise Voraussicht in Bezug auf den Radfahrverkehr, dass er nämlich zunehmen werde ( Zukunft! ) und deshalb der Radweg aus der Straße herausgeschnitzt werden soll. An anderen Baustellen ist ( wie man vulgo sagt ) die Kacke längst am Dampfen, aber es tut sich nichts ... auch weise Voraussicht?

Es gibt im Wesentlichen drei Arten, sich fortzubewegen, zu Fuß ( mit 0 - 5 km/h ), mit dem Fahrrad ( mit 10 - 25 km/h ) und dem Pkw ( mit 40 - 60 km/h ), bei jeder Art gibt es unterschiedliche Vorstellungen, was "kurz" und was "lang" ist, daher gibt es auch die Trennung "Bürgersteig" und "Fahrbahn". Im Grunde braucht jede der drei Fortbewegungsarten auch eine eigene Trasse, es gibt nur zwei gute Gründe, das nicht zu tun: a) kein Platz und b) kein Geld, wobei man sich aber mit Geld den Platz kaufen kann, und sei es in der zweiten Etage.

 

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© In my humble opinion 11.02.2017 23:24
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