Dreher trifft Schraube

Heimwerken Einheitsgrößen für Schraubendreher gibt es nicht. Was bei der Wahl des richtigen Werkzeugs zu beachten ist.
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    Foto: Selbst ist der Mann/dpa-magWohnen
Schraubendreher gehören zu den Werkzeugen, die in jedem Haushalt mal zum Einsatz kommen. Mancher hat eine ganze Werkzeugkiste voll. Und doch werden viele darunter nicht oder nicht mehr richtig funktionieren, ist sich der Heimwerker-Experte Peter Baruschke sicher. „Ab einer gewissen Abnutzung ist die Kraftübertragung nicht mehr gegeben“, erklärt der Redakteur der Zeitschrift „Selbst ist der Mann“.

Das belegt auch ein Belastungstest neuer Produkte der Zeitschrift „Selbst ist der Mann“ und der Versuchs- und Prüfanstalt (VPA): Bei manchen Exemplaren zeigten sich Verschleißspuren schon nach wenigen Durchgängen. „Zum Beispiel sind die Klingen der Kreuz-Schraubendreher dann nicht mehr so kantig, erklärt Baruschke. Und setzt man Schraube und Werkzeug zusammen, sollte nichts wackeln. Auch die Passform ist wichtig. Denn nur wenn der Schraubendreher gut in der Hand liegt, kann sich die Kraft des Heimwerkers optimal auf das Werkzeug übertragen. Die Griffformen sind aber unterschiedlich, und genauso unterschiedlich gut fanden Tester das. Daher lautet Baruschkes Rat: Auf jeden Fall vor dem Kauf ausprobieren, was für einen persönlich taugt.

Das gilt auch für die zur Hand passende Grifflänge. Allerdings umfassen Schrauber-Sets oft Modelle mit verschiedenen Griffgrößen für ein- und denselben Anwender. „Das ist auch sinnvoll“, erklärt Baruschke. „Bei kleinen Schrauben soll nicht zu viel Kraft angewendet werden, sonst brechen diese, oder der Schraubenkopf wird beschädigt.“ Daher lassen sich die kleinen Schrauberdreher manchmal schon mit ein paar Fingern bedienen. dpa

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© Gmünder Tagespost 17.02.2017 17:35
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