41-Jähriger nach Unfall im Krankenhaus verstorben

Der schwere Unfall am Dienstagabend auf der B29 in Böbingen hat ein Menschenleben gefordert.
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    Foto: JPS
Böbingen. Der 41-jährige VW-Fahrer, der am Dienstabend den schweren Unfall Höhe Böbingen verursachte, verstarb am Mittwochmorgen in einem Stuttgarter Krankenhaus an den Folgen seiner Unfallverletzungen, das teilte die Polizei am Mittwochmorgen mit.

Die bislang durchgeführten polizeilichen Ermittlungen zum Unfallhergang ergaben, dass der Unfallverursacher vor dem Unfall zunächst überholte und dann wohl nicht mehr auf die rechte Fahrspur zurücklenkte. Im Einmündungsbereich der L 1162 fuhr er über den Verkehrsteiler, wodurch sein Pkw ausgehoben wurde und ins Schlingern kam. Er geriet anschließend auf die Gegenfahrbahn, wo es zum beschriebenen Unfallgeschehen kam. Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen hat die Polizei den Verdacht, dass der aus dem Rems-Murr-Kreis stammende Unfallverursacher deutlich unter Alkoholeinfluss stand und die Unfallursache wohl in diesem Umstand zu suchen ist.

Ein im Kofferraum des Verursachers befindlicher Schäferhund Mischling wurde ebenfalls schwer verletzt und von der Feuerwehr beschleunigt in eine Tierklinik verbracht. Der an den beteiligten Fahrzeugen entstandene Schaden wird auf 30.000 Euro geschätzt. Die Feuerwehr Böbingen war mit 25 Mann und vier Fahrzeugen im Einsatz. Eine mehrstündige Vollsperrung der B 29 im Bereich der Unfallstelle mit örtlicher Umleitung war eingerichtet.

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© Gmünder Tagespost 08.03.2017 09:17
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Kommentare

Daniel Faulhaber

Eine Frage die ich mich immer wieder stelle: Was wäre hier die korrekte Strafe für den Unfallverursacher gewesen, falls das Todesopfer der andere Verkehrsteilnehmer gewesen wäre. 2-3 Jahre oder lebenslänglicher Führerscheinentzug? Haftstrafe ?

derleguan

Eine Frage die ich mich immer wieder stelle: Warum macht sich unsere Gesellschaft nicht viel stärker für einen besseren ÖPNV (öffentlichen Personennahverkehr) und setzt diesen dann auch in die Wirklichkeit um, so dass der Unfallverursacher leichter auf ein anderes Verkehrsmittel hätte umsteigen können. Natürlich weiß auch ich, dass der ÖPNV deshalb nicht besser funktioniert, weil die Bevölkerung allemal lieber im eigenen "heiligen Blechle" durch die Lande kutschiert, als dass sie auf die Idee kommt umzusteigen - Gründe dafür hat sie genug.

Und so beisst sich die Katze in den Schwanz und wir sind mit den vielen Meldungen von Toten im Straßenverkehr in der Tretmühle des Individualverkehrs gefangen (manche bezeichnen dies auch zynischer Weise als "Freiheit")

tsh

Daniel Faulhaber schrieb am 08.03.2017 um 12:22

Eine Frage die ich mich immer wieder stelle: Was wäre hier die korrekte Strafe für den Unfallverursacher gewesen, falls das Todesopfer der andere Verkehrsteilnehmer gewesen wäre. 2-3 Jahre oder lebenslänglicher Führerscheinentzug? Haftstrafe ?

Was müsste man in solch einem Fall unter "korrekt" verstehen? 

Zur Antwort der Frage findet sich bei  

https://www.bussgeldkatalog.org/toedlicher-unfall/

"In § 222 StGB wird das Strafmaß für fahrlässige Tötung mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe festgesetzt. .... Bei besonderer Schwere der Tat wird allerdings in der Regel auf die Bewährungsstrafe verzichtet und die Freiheitsstrafe vorgezogen. So etwa, wenn ein Autofahrer ... einen tödlichen Unfall ... verursacht und bei ihm Alkohol im Blut festgestellt oder Drogenkonsum nachgewiesen wird."

Ähnliches findet sich bei

https://www.derwesten.de/region/alkohol-fahrer-drohen-im-extremfall-bis-zu-fuenf-jahre-haft-id6451093.html

"Der Trunkenheitsfahrer ... muss sich auf eine Anzeige wegen „fahrlässiger Tötung“ gefasst machen. Im Extremfall droht ihm laut Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Dies hängt jedoch von zahlreichen Faktoren ab. Mildernd auf das Strafmaß könnten sich etwas ein Geständnis, die Reue-Bekundung des Täters oder auch eine eigene schwere Verletzung durch den Unfall auswirken.


Strafverschärfend wirken dagegen einschlägige Vorstrafen, mangelnde Einsicht oder besonders fahrlässiges Handeln – etwa wenn der alkoholisierte Fahrer sich trotz Warnung hinters Steuer gesetzt hat."

MaCo

Auf der B 29 zwischen Schwäbisch Gmünd - Aalen gehört in beide Fahrtrichtungen ein generelles Überholverbot hin! Auch ohne Alkoholeinfluss sind dort wegen riskanten Überholmanövern bereits viele Menschen gestorben. Was muss denn noch passieren, bevor hier etwas getan wird? Und was ist mit den zahlreichen Toten auf der zweispurigen B 29 zwischen Schwäbisch Gmünd und Stuttgart, die wegen Falschfahrern ihr Leben verloren haben?

Admiral

Was soll ein generelles Überholverbot bringen, es halten sich doch eh nur die Vernünftigen daran. Selbst bestehende Überholverbote inkl. einer durchgezogenen Linie halten diejenigen nicht davon ab zu überholen, die es "eilig" haben.

In my humble opinion

Admiral schrieb am 08.03.2017 um 15:30

Was soll ein generelles Überholverbot bringen, es halten sich doch eh nur die Vernünftigen daran. Selbst bestehende Überholverbote inkl. einer durchgezogenen Linie halten diejenigen nicht davon ab zu überholen, die es "eilig" haben.


In my humble opinion am 08.03.2017 um 16:07 Uhr

Da muss ich Ihnen ( leider ) zustimmen - Schilder neben und Striche auf der Fahrbahn haben noch kein Gesindel daran gehindert, um eines kleinen Vorteils wegen für sich solche Regeln zu übertreten. Man kennt die "üblichen Verdächtigen", d.h. die Stellen, wo das immer wieder gehäuft auftritt. Stünde da wenigstens hin und wieder die "Ordnung", hielte die Fahrer an und die Hand auf ( "35 Euro, sofort, ansonsten Anzeige" ), würde das auch oft genug geschehen und für alle anderen sichtbar sein - diese  ((redigiert/Admin)) Frechheiten (und manche schwerwiegende Folge daraus) wären spürbar reduziert.