Lesermeinung

Zum GT-Artikel „Bilal Dincel startet Aktion „Wir bleiben Freunde, weil ...“ vom 9. März:

„Die von Bilal Dincel gestartete Aktion ist löblich, nur fehlt mir dabei etwas Entscheidendes, nämlich sein Bekenntnis, welche Politik er unterstützt, sowie einen entsprechenden Aufruf an alle türkischen Bürger in unserer Stadt, im Sinne eines guten Miteinanders. In diesem Fall die Politik einfach auszublenden, ist da leider nicht möglich. Ich selbst habe ebenfalls türkische Freunde, achte Menschen ohne zu fragen, woher sie kommen und welchen gesellschaftlichen Status sie sich erworben haben, ich liebe türkisches Essen und scheue mich nicht, mit jedermann zu kommunizieren, egal aus welchem Land dieser/ diese kommt. Aber ich werde keine türkischen Mitbürger hier in Deutschland als meine Freunde bezeichnen, die einen Herrn Erdogan von hier aus unterstützen wollen und sich hinter dessen menschenverachtende Aussagen und Taten stellen. Spätestens dann muss eine Freundschaft enden, wenn nicht mehr die Werte, die eine Demokratie und unser Grundgesetz ausmachen, geachtet werden. Da ist es viel mehr nötig, klare Kante zu zeigen, dies gilt insbesondere für politische Funktionsträger in unserer Stadt.“
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© Gmünder Tagespost 09.03.2017 20:17
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Kommentare

In my humble opinion

Zumindest fehlt in den Aussagen der Hinweis auf das türkische Wahlgesetz und den darin enthaltenen Artikel 94/A:

"Im Ausland und in Vertretungen im Ausland kann kein Wahlkampf betrieben werden."

Auch wenn dieser Artikel ohne rechtliche Konsequenzen bei Zuwiderhandlung formuliert ist, wäre es doch wohl geboten, sich daran zu halten, vor allem von Denjenigen, die den Artikel eingeführt haben.