Lesermeinung

Zu „Wen bewegt der Frieden noch?“ vom 13. April:

Es gibt hinreichend Gründe, dass die Friedensbewegung ihre Demonstrationen fortsetzt und Kritik in den Medien mit nachvollziehbaren Informationen und Argumenten zum Ausdruck bringt. Die Gläubigen, egal welcher Religion, sind in der Pflicht, sich für Frieden und gegen Militarisierung einzusetzen.

Das Wettrüsten ist eine falsche und verwerfliche Ideologie. Die Folgen sind, dass Rohstoffe der zivilen Produktion entzogen und exorbitante Kosten die Haushalte der Staaten belasten.

Der mutmaßliche Giftgasanschlag durch das Regime Baschar al-Assads wurde zu Recht verurteilt. Die US-Streitkräfte haben entgegen früherer Behauptungen zugegeben, dass US-Kampfflieger Uranmunition im Syrienkrieg eingesetzt haben, die ganze Regionen dauerhaft verstrahlt und den Krebstod bei Zivilisten herbeiführen kann. Über Afghanistan wurde im Auftrag von US-Präsident Donald Trump eine GBU-43-Bombe, größte konventionelle Bombe der US-Streitkräfte mit 8200 Kilogramm Sprengstoff, abgeworfen. Diese Bombe kann auch tief in der Erde vergrabene chemische und biologische Waffen zerstören. Ferner hat die US-Regierung vom US-Senat im Jahr 2003 die Erlaubnis erhalten, die Erforschung und Entwicklung kleiner Atomwaffen „Mini-Nukes“ zu betreiben.

Die finanziellen Aufwendungen der westlichen „Wertegemeinschaft“ für die Versorgung von Millionen an Hunger leidenden Menschen, die zur Flucht getrieben werden, sind in Relation zu den Kosten für Militärausgaben gering. Es wäre wünschenswert, dass sich die Jugend mehr politisiert und sich der Friedensbewegung anschließt.

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© Gmünder Tagespost 18.04.2017 19:54
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