Schiedsrichter unter Druck

Fußball Wenn der Unparteiische sich nicht sicher ist.
  • d0da386a-0151-48be-a6cf-f8a488ea0090.jpg
    Ist sich der Schiri sicher? Das kann sein Gesicht verraten. Foto: dpa
Köln. Hast du das bei einem Fußballspiel schon mal gesehen? Auf dem Platz stehen manchmal ganz viele Spieler um den Schiedsrichter herum und beschweren sich. Sie finden es nicht richtig, wie der Schiri gepfiffen hat. Zum Beispiel, wenn er nach einem Foul einen Elfmeter gegeben hat.

Oft ist es tatsächlich schwierig zu erkennen, ob das wirklich ein Foul war. Dann ist auch der Schiedsrichter unsicher. Forscher haben herausgefunden, dass die Spieler das merken. Einige denken dann: Wenn sich nicht mal der Schiedsrichter sicher ist, war die Entscheidung bestimmt falsch. Dann beschweren sie sich bei ihm.

Die Forscher sagen: Ob ein Schiedsrichter unsicher ist, verraten zum Beispiel seine Augen. Guckt er den Spieler direkt und lange an, wenn er eine Rote Karte zeigt? Dann sei er sich seiner Entscheidung sicher. Senkt er den Kopf und guckt weg, sei er unsicher. Andere Zeichen sind etwa ein gesenkter Kopf oder gesenkte Schultern. Manche dieser Zeichen können wir schnell erkennen, bei anderen müssen wir genau hinsehen. Sonst bemerken wir sie gar nicht. Wenn die Spieler über eine Entscheidung meckern, setzt das den Schiedsrichter unter Druck. Beim nächsten Mal traut er sich dann vielleicht nicht mehr zu pfeifen, sagt ein Forscher.

zurück
© Gmünder Tagespost 21.04.2017 17:36
Ist dieser Artikel lesenswert?
128 Leser
Kommentar schreiben
nach oben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.