Gemeinschaft sichert ihre Nahversorgung

Als Genossenschaft wird der neue Dorfladen in der Schillerstraße 19 betrieben. 430 Mitglieder haben bereits Anteile für mindestens 100 Euro erworben. Ehrenamtliche kämpfen seit Jahren mit viel Herzblut für das Projekt Dorfladen. Ein Treffpunkt für alle Bürger.
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    In einem ehemaligen Schlecker-Markt ist der neue Dorfladen entstanden. Foto: ub
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    Das Dorfladen-Team: Elli Neusser, Susi Müller, Eva Nothdurft, Stefanie Ladu-Schwarz und Monika Weller (von links), mit Aufsichtsrat Manfred Ruis. Foto: Ute Betz
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    Elli Neusser (links) und Eva Nothdurft gehören zum Dorfladen-Team und freuen sich auf die Eröffnung. Foto: ub
Durlangen. Das jahrelange Engagement für die Sache hat sich ausgezahlt: Durlangen hat einen Dorfladen. Am kommenden Freitag, 21. Juli, um 10 Uhr ist es soweit, die Türen werden offiziell geöffnet. Dann gibt es Gelegenheit, einzukaufen, das vielfältige Angebot kennenzulernen und mit einem kleinen Programm die Eröffnung gemeinsam zu feiern.

Langjährige Überlegungen im Vorlauf

Die Freude ist groß bei allen Beteiligten, die sich seit langer Zeit für einen Dorfladen eingesetzt haben. Bereits 2010 begannen die ersten Überlegungen. Es war absehbar, dass das Lebensmittelgeschäft in der Schillerstraße über kurz oder lang schließen wird. „Wir haben eine Alternative gesucht“, erzählt Manfred Ruis, der zu den Initiatoren gehörte. Ein Landesförderprogramm bot die Möglichkeit, in der Durlanger Ortsmitte mit den zugesagten Fördergeldern ein Bauernhaus umzubauen. Auch mit Dorfladen. Der Regierungswechsel im Land machte die Pläne zunichte.

Das Ende des Schlecker-Ladens 2014 ergab dann wieder eine Wende. Der Standort in der Schillerstraße schien der perfekte Standort für einen Dorfladen zu sein – neben der Bushaltestelle und barrierefrei zugänglich.

Monika Weller engagierte sich mit viel Herzblut für einen Dorfladen in Durlangen: „Es ist doch einfach sehr wichtig, dass man in seinem Wohnort einkaufen kann.“ Und nicht nur ein Laden sollte entstehen. „Es soll auch ein Treffpunkt für die Bürger sein, wo man sich auch auf ein Schwätzchen zusammen setzen kann“, sagt Manfred Ruis. Deshalb rede er auch gerne von einem Sozialprojekt für das Dorf.

Es ist doch einfach sehr wichtig, dass man in seinem Wohnort einkaufen kann.

Monika Weller

Großes Engagement der über 400 Mitglieder

Es galt zunächst, 400 Mitglieder und 60.000 Euro Kapital für die Gründung einer Genossenschaft zusammen zu bekommen. Nach der Gründungsversammlung am 6. April 2016 mit 36 Mitgliedern war Werbung angesagt. „Ehrenamtliche gingen im Oktober von Tür zu Tür, um Mitglieder zu gewinnen und die Durlanger von der Idee zu überzeugen“, erzählt Moni Weller.

Mit Erfolg: Im Dezember war es geschafft, der Anerkennung als Genossenschaft stand nichts mehr im Wege. Heute sind es 430 Mitglieder dabei mit 650 Anteilen, die mindesten 100 Euro betragen. Jeder hat das gleiche Stimmrecht.

Monika Weller und Stefanie Ladu-Schwarz sind Vorstände, Manfred Ruis ist Vorsitzender des fünfköpfigen Aufsichtsrats. Elli Neusser, Eva Nothdurft und Susi Müller sind außerdem im Dorfladen in Teilzeit angestellt und für die Kunden da. ub

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© Gmünder Tagespost 19.07.2017 13:32
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