Leserbeiträge

Deutschland muss die alternative Stromproduktion forcieren

VON LESER DERLEGUAN

Wir brauchen jetzt dringender denn je den Kohleausstieg und der Atomausstieg sollte auch möglichst heute anstatt morgen vollendet sein. Sind unsere Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft und auch Biogasanlagen einmal abgeschrieben, werden sie beispiellos günstig Strom produzieren und sämtliche fossilen Kraftwerke mit den Energieträgern Öl, Kohle, Uran, die immer wieder neu gefördert werden müssen in den Schatten stellen.

Trumps Entscheidung ist eine moralische Bankrotterklärung. Mit seinem Alleingang sabotiert der Präsident den Schutz des Klimas, aber er bringt ihn nicht zu Fall – nicht weltweit und auch nicht in den USA. Die boomenden erneuerbaren Energien überholen auch in den USA die alte Energiewelt aus Kohle und Öl in vielen Bundesstaaten. Trump kann den Niedergang dieser schmutzigen Energien hinauszögern, aufhalten aber wird er ihn nicht.

Wenn Donald Trump sich gegen den Fortschritt stellt, muss Europa mit neuen Partnern umso entschlossener vorangehen. Dabei braucht Deutschland einen Kohleausstieg – auch um das Pariser Abkommen glaubwürdig zu halten.

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© derleguan 07.10.2017 08:46
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Kommentare

In my humble opinion

Leider liegt das Problem nicht in der Forcierung der 'alternativen Stromproduktion', das ist inzwischen eine weltweite Standardtechnik mit Windkraftanlagen, Photovoltaik, Wasserkraft und Biogasanlagen, da muss man 'nur kaufen', aufbauen und betreiben, das sollten selbst wir im Hochtechnologieland Deutschland doch eigentlich hinkriegen, oder?

Nein, kriegen wir nicht, WKA verschandeln die Aussicht und ermorden die Rotmilane und Fledermäuse ( Abhilfe scheint es außer 'verbieten' der WKA nicht zu geben ), bei der Photovoltaik stellen wir entsetzt fest, dass die Sonne nachts nicht scheint und gemeinerweise auch manchmal tagsüber wenig, so'n Scheiß aber auch, Wasserkraft behindert die Fischwanderung, Speicherseen rauben die Heimat und Pumpspeicherwerke könnten ja sogar 'schmutzigen' Strom speichern, dazu sind die Becken manchmal leer und manchmal voll, welch' eine Umweltschädigung, Biogasanlagen brauchen Landschaft, Landschaft, Landschaft, um das Gemüse anzubauen, welches dann erst vergast und danach verstromt wird.

Und selbst wenn wir den Strom erzeugt haben, haben wir nicht mal genügend Leitungen, um ihn von A nach B zu transportieren, und das Hauptproblem: Wir können den Strom nicht in großer Menge über längere Zeit speichern. Ach, sowas aber auch, wir müssen den Strom in Zeiten der Überproduktion auch speichern, um in Mangelzeiten ( Flaute und nachts ) daraus abzapfen zu können? Das ist aber neu, das konnten wir doch nicht ahnen, dass man sowas braucht!