Lesermeinung

Bürgerdialog über Spaß- und Freizeitbad und Zukunftsentwicklung

Alls Mitinitiator des damaligen überparteilichen erfolgreichen Tunneldialogs mit dem „Fraunhofer Institut“ und der Stadtverwaltung fordere ich den Gemeinderat auf, einen offenen Bürgerdialog in der nächsten Gemeinderatssitzung über das Spaß- und Freizeitbad sowie über die zukünftige Entwicklung der Stadt mit allen Stadtteilen zu beschließen. Die Bevölkerungsstruktur (Alterspyramide) wird sich ändern. (. . .) In der Bevölkerung herrscht derzeit das Gefühl einer „Mauschelei zwischen Stadtverwaltung und schon verhandeltem Investor für das von der Verwaltung geplante Spaß- und Erlebnisbad am Nepperberg. Dazu muss sich die Stadtverwaltung eindeutig und offen äußern. Meine Meinung als gelernter und ehemals beruflicher öffentlicher Kommunalfinanzfachmann hierzu ist, dass jeder Badebetrieb ein Zuschussbetrieb ist, um allgemeinlich sozialverträgliche Badegebühren zu erheben. Die derzeitige Finanzlage der Stadt lässt eine Investition und Betreibung eines neuen Spaß-und Freizeitbades in diesem Umfang (. . .) nicht zu. Die Stadt sucht deshalb nach anderen Investitions- und Betreibermöglichkeiten zum Beispiel mittels einem Investor, der zum Beispiel gute Steuerabschreibungsmöglichkeiten hat. Ein Investor investiert aus seinen verständlichen Gewinnabsichten. Die Stadt wird sich als Mitfinanzierer, egal in welcher Art an den Investitions- und Betreiberkosten bis zu einem hoffentlich nicht bitterem Ende beteiligen müssen. Das negative Beispiel „Adelberger Wellenhallenbad“ hat es bewiesen. Am Ende wurde es geschlossen. Der Gemeinderat steht deshalb vor der wirtschaftlich und politisch schwierigen Entscheidung, ob Investitionen auf Jahren hinaus in dem bestehenden sanierungsbedürftigen Hallenbad weiter vertretbar sind oder bauen wir etwas Neues bei sozial- und allgemeinverträglichen Eintrittspreisen, die sicherlich ein Investor nicht beständig garantieren wird und kann. Ich fordere deshalb alle Gemeinderatsfraktionen auf, keine voreiligen Entscheidungen zu treffen. (. . .)
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© Gmünder Tagespost 09.10.2017 22:19
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Kommentare

In my humble opinion

Nun, ich weiß nicht, wie die Einschätzung eines 'überparteilichen erfolgreichen Tunneldialogs' zustande gekommen ist.

Aus meiner Sicht war es kein 'Dialog', sondern ein 'Meinungsaustausch', bei dem die Bürger mit ihrer Meinung in die Diskussion gingen und mit der 'Expertenmeinung' wieder heraus kamen, Meinungs'austausch' eben ...

Auch ist mir das Ergebnis der Sitzung über die Namensgebung für den Tunnel in Erinnerung, soweit die richtig ist, hat zwar der OB den Namen 'Einhorntunnel' präferiert, aber vorne auf der Liste standen andere ...

Betrachtet man sich das Ergebnis der Studie des LUBW genauer, stellt man zwar eine solide Durchführung, aber eine völlig verfehlte Planung des Versuchsaufbaus fest - und so wundert es im Nachhinein auch nicht, dass 'nichts' dabei herausgekommen ist, denn was will man messen, wenn es nur eine wirklich relevante Messstelle gibt und die auch noch auf der 'Reinwindseite' bei der Weleda platziert wird?

Wollen wir denn wirklich solche 'Dialoge'?