Leserbeiträge

Heinrich Heine: Die Wahl-Esel

VON LESER FRIEDER KOHLER
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    Die große Flut

... "Ich bin ein Esel und will getreu, wie meine Väter, die Alten, an der alten, lieben Eselei, am Eseltume halten" - die Leser*innen finden in den "Zeitgedichten" von Heine bestimmt ihren Lieblingsvers. Warum diese Einführung? Sie nahmen http://www.schwaebische-post.de/artikel.php?aid=1623843 zur Kenntnis und schweigen nach dem Motto:"Schweigen heißt warten auf die richtige Gelegenheit?" Wenn der Beitrag keine (enorme) Sprengkraft erzeugt, kein Sprengmeister Böller zur Verfügung stellt, bleibt es dann bei "Worte, Worte, keine Taten?"

Nein, Heinrich Heine formuliert auch:"Das Böcklein zur Linken, zur Rechten das Schaf, geschieden sind sie schnelle; der Himmel dem Schäfchen fromm und brav, dem geilen Bock die Hölle!"

Der Dichterfürst kannte auch "verirrte Herden", aber nicht die staatlich geförderte wundersame Geldvermehrung der "geilen Böcke"! Ob Panama- oder Paradis Papers, ob nachfolgende weitere Produkte der "Raubtierkapitalisten", alle sind gegen das Gemeinwohl gerichtet und führen weg vom "Staatszweck" (Verwirklichung der Gerechtigkeit, Gewährleistung der Sicherheit, Unterstützung der Schwachen ...)

Wer glaubt noch an die o.a. Auferstehung? Wer Tucholsky nicht mag, kann weiter Heine lesen:

"Es gibt zwei Sorten Ratten: die hungrigen und die satten. Die satten bleiben vergnügt zu Haus, die hungrigen aber wandern aus" (Die Wanderratten). Die Folgen werden fürchterlich!

Für heute soll´s genügen:"Meine Hühneraugen jücken, habe deutsche enge Schuh, und wo mich die Schuhe drücken, weiß ich wohl - laß mich in Ruh!" Still ruht der See!

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© Frieder Kohler 12.11.2017 14:50
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Kommentare

Frieder Kohler

zu http://www.schwaebische-post.de/1625739/ mit Warten auf schmerzhafte Ergebnisse:

"Wohl durch die verhängten Fenster wirft die Sonne neugierige Blicke,

doch wie sie gewahrt den alten Spuk, prallt sie erschrocken zurücke!" (o.a.Quelle)