Keine „Via Dolorosa“

Glaubensweg Nach kontroverser Diskussion wird aus „Via Dolorosa“ eine „Via Sacra“.

Schwäbisch Gmünd. Soll es in Schwäbisch Gmünd eine „Via Dolorosa“ geben? An dieser Frage entzündete sich im Februar eine kontrovers geführte Diskussion um die Namensnennung eines touristischen Weges durch Gmünds Innenstadt. Der Gemeinderat hat bereits im Juni 2016 eine Via Dolorosa als Teilprojekt der Remstalgartenschau zugestimmt. Gemeint ist damit ein Glaubensweg von der Herrgottsruhkapelle beim Leonhardsfriedhof durch die Innenstadt zum St. Salvator. Der Weg orientiere sich in seiner Länge an der Via Dolorosa in Jerusalem, dem Leidensweg Jesu vom Amtssitz des römischen Stadthalters Pontius Pilatus zum Kreuzigungshügel Golgatha. Dieser Weg ist heute eine Verbindung von Glaubens-Gedenkstätten. Dies solle auch bei der Gmünder Via Dolorosa so sein. Nachdem Bedenken gegen diese Namensnennung sowohl vom Gmünder Geschichtsverein, aus dem Kreis der Salvator-Freunde und auch von Münsterpfarrer Robert Kloker gekommen waren, einigte man sich nach Wochen der Diskussion auf den Namen „Via Sacra in Gamundia“. Dies ermögliche auch die Anbindung anderer Konfessionen. Die genaue Streckenführung ist noch nicht festgelegt worden.

© Gmünder Tagespost 21.12.2017 11:09
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