Bosch AS: 760 Stellen weniger

Arbeitsmarkt Bei Bosch AS einigen sich Geschäftsleitung, Betriebsrat und Gewerkschaft: Der Stellenabbau soll ohne Kündigungen erfolgen.
  • Lange Verhandlungen, viele Proteste: Bei Bosch AS wird ein Kompromiss geschlossen. Foto: hag

Schwäbisch Gmünd

Einigung bei Bosch AS: Nach langem Streit über Einsparpläne schließen Geschäftsleitung, Betriebsrat und IG Metall einen Kompromiss, nach dem 760 Stellen abgebaut werden – ohne Kündigungen. Bosch hatte angekündigt, die Produktivität im Gmünder Werk steigern und die Kosten nachhaltig reduzieren zu müssen.

Vier Monate nach Beginn der Verhandlungen haben sich die Delegationen nun im April auf ein gemeinsames „Eckpunktepapier“ verständigt. Darin steht etwa, dass das Gmünder Werk auf lange Sicht eine gute Perspektive haben soll. Zwei Großaufträge von Daimler und VW sollen hier realisiert werden und in den nächsten drei Jahren Investitionen von über 100 Millionen Euro nach sich ziehen.

Das Gmünder Werk soll dadurch technologisch in seiner Rolle als „internationales Leitwerk“ gestärkt werden. Der Abbau von 760 Stellen soll ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen, sondern durch Altersteilzeit, Vorruhestandsregelungen und natürliche Fluktuation. Zudem gilt, dass betriebsbedingte Kündigungen bis zum 31. Dezember 2022 ausgeschlossen sind.

© Gmünder Tagespost 21.12.2017 11:23
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