Projekt Sport als Werbung für die Stadt

Sportlerball Die Stadt Schwäbisch Gmünd und der Gmünder Stadtverband ehrten am Freitag im Stadtgarten über 240 erfolgreiche Sportler. Von Werner Röhrich
  • 25febdde-e440-4b9a-ac68-44fea60584bb.jpg
    Fröhliche Stimmung – wie hier bei TSB-Vorsitzendem Peter Jursch – herrschte auch an den Tischen.
  • 424ce7b5-4d06-4979-b2f3-f1573bf2e4a9.jpg
    Grazie und Eleganz verströmten die Sportgymnastinnen des TV Wetzgau mit ihrer Showeinlage beim Gmünder Sportlerball, bei dem am Freitagabend über 240 Sportlerinnen und Sportler geehrt wurden. Fotos: Walter Laible
  • 1515831062_phpITTl7U.jpg
  • 1515831064_phphOWR69.jpg
  • 1515831066_phpELSvmf.jpg
  • 1515831156_phpAghGY7.jpg
  • 1515831157_phpPL5jPN.jpg
  • 1515831158_php2uUHb6.jpg
  • 1515831262_phpPLJiXv.jpg
  • 1515831263_phpTFaK6k.jpg
  • 1515831265_phpdJr4y8.jpg
  • 1515831362_phpI89TFz.jpg
  • 1515831364_phpdfLOjN.jpg
  • 1515831365_phpKPSfsE.jpg
  • 1515831477_phpgK5aWu.jpg
  • 1515831479_phpr3QIgz.jpg
  • 1515831480_php6myqQM.jpg
  • 1515831618_php9jVgPb.jpg
  • 1515831619_phpRXXq2Y.jpg
  • 1515831621_phplz3KZO.jpg
  • 1515831722_phpGhNlRT.jpg
  • 1515831723_phpfqZL19.jpg
  • 1515831725_phpgNBL9l.jpg
  • 1515831969_phpLDvhHT.jpg
  • 1515831971_phpl1GYnb.jpg
  • 1515831972_phpXfdR7m.jpg
  • 1515832584_phpKTYgnq.jpg
  • 1515832585_phpzKuyU6.jpg
  • 1515832586_phpOxOHNG.jpg
  • 1515833083_phpl0Lnf9.jpg
  • 1515833085_phppClvrQ.jpg
Während in Schwäbisch Gmünd am Freitagabend beim Sportlerball Welt- und Europameister geehrt wurden, hat in Kroatien die Handball-Europameisterschaft begonnen. Am Samstag hat Titelverteidiger Deutschland mit dem Gmünder Kai Häfner sein Auftaktspiel. Vier Wochen später will Degenfelds Skispringerin Carina Vogt in Pyeongchang versuchen, ihren Olympiasieg zu wiederholen. „Es wäre super, wenn beide Sportler ihre Titel verteidigen oder eine Medaille gewinnen könnten“, drückte Ralf Wiedemann beim Sportlerball im Stadtgarten die Daumen. „Schwäbisch Gmünd ist auf jeden Fall bereit für eine große Siegesfeier!“

Der Vorsitzende des Gmünder Stadtverbandes Sport sprach damit Oberbürgermeister Richard Arnold aus der Seele.

Vogt, Häfner und TVW-Kunstturner Sportler des Jahres

Gemeinsam ehrten sie an diesem Abend über 240 Sportlerinnen und Sportler für ihre Erfolge des vergangenen Jahres. Die Kür von Gmünds Sportler des Jahres bildete das Highlight eines Abends, der – eingebettet in ein tolles Showprogramm – wieder einmal zu den gesellschaftlichen Glanzpunkten gleich zu Beginn des neuen Jahres zählte. Die neuen Gmünder Sportler des Jahres sind Skisprung-Olympiasiegerin Carina Vogt (Doppelweltmeisterin 1997), Max Häfner (Handballspieler des TSB Gmünd, der 1997 den Sprung in die Bundesliga zu TVB Stuttgart geschafft hat) und die Kunstturner dess TV Wetzgau (die 1997 ihr Comeback in die 1. Bundesliga feierten).

Seit 15 Jahren präsentiert die Gmünder Tagespost den Sportlerball und trägt seit dieser Zeit maßgeblich dazu bei, eine große Gmünder Tradition aufrecht zu erhalten. OB Richard Arnold bedankte sich dafür in persona bei Tagespost-Wirtschaftsredakteur Winfried Hofele, der auch in diesem Jahr die finanziellen Weichen für diesen großartigen Ballabend gestellt hat. „Ein solcher Ehrungstag ist ein wichtiges Zeichen für unsere jungen Sportler“, betonte Hofele. Der Gmünder Sport – darin waren sich Arnold und Wiedemann einig – hat dies allemal verdient.

Beide blickten zurück auf ein Jahr 2017, das mit dem Doppeltriumph Carina Vogts bei der Skisprung-WM in Lahti der Gmünder Fangemeinde schon früh einen ersten internationalen Höhepunkt bescherte und das mit dem Comeback von Wetzgaus Kunstturner in die Bundesliga einen krönenden Abschluss gefunden hatte. Dazwischen lagen jede Menge weiterer große und kleine Erfolge. Auch die Einweihung der neuen Mattenschanze in Degenfeld, die die heimische Olympiasieger- und Weltmeisterin unter dem Beifall von rund 5000 Zuschauern feierlich eröffnete und zu der neben dem späteren Sieger Markus Eisenbichler mit den Skisprung-Weltmeistern Andreas Wank, Richard Freitag und Svenja Würth nahezu die gesamte Creme de la Creme der deutschen Skispringer am Start waren, zählt dazu.

Eine Vielfalt an Möglichkeiten für Sporttreibende in der Stadt

„Allein die Anzahl der Ehrungen im Rathaus, mit der den Sportlern für ihre Erfolge ein würdiger Rahmen geschaffen wurde, zeigen, wie vielfältig und erfolgreich der Gmünder Sport ist“, betonte Wiedemann. Es gebe „nur sehr wenige Städte dieser Größe, die eine solche Vielfalt an Sportmöglichkeiten anbieten kann.“ Daher, so Wiedemann, könne er „unserem Oberbürgermeister nur empfehlen: Der Gmünder Sport ist für das Projekt, neue Bürger für Schwäbisch Gmünd zu gewinnen, als Werbemaßnahme sicher gut geeignet. Der Sport macht Schwäbisch Gmünd noch wohnenswerter als es bereits schon ist.“

Richard Arnold und zuvor auch schon Sportbürgermeister Dr. Joachim Bläse stimmten dem einhellig zu. Der Dank galt dabei insbesondere der großen Schar an Trainern, Übungsleitern, Eltern und Ehrenamtlichen in den Vereinen, ohne die all diese Erfolge nicht möglich gewesen wären. „Lassen Sie in diesem Engagement nicht nach“, hatte Bläse bereits bei der Ernennung von Cornelia Sanwald-Frösch zur neuen Sportpionierin seinen Appell an die zahlreichen ehrenamtlichen Funktionsträger in den Vereinen gerichtet.

Auch hinter den Kulissen sei es weiter vorangegangen. Wiedemann erinnerte an die erstmalige Auszahlung von Zuschüssen aus der neu geschaffenen Jugendförderung des Stadtverbandes. Aus dem Zukunftsworkshop von 2016 seien neue Projekte auf den Weg gebracht worden. Dazu zähle auch die Überarbeitung des Internetauftritts, der den Vereinen und Interessierten künftig eine bessere Informationsquelle sein soll.

Das Projekt „Kommune inklusiv mit der Aktion Mensch“, der Übungsleiteroffensive durch die neu gegründete Trainer-Akademie, die Beteiligung an der Finanzierung eines hauptamtlichen Trainers (Markus Rohde) am Landesnachwuchsstützpunkt Skisprung in Degenfeld sowie die Aktion „Gmünder Profisportler fördern Gmünder Sport“, die unter der Federführung des Gmünder Fußballlehrers Alexander Zorniger initiert wurde, seien Beispiele auch der guter Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Stadtverband Sport, betonte Ralf Wiedemann.

Der Sport macht Gmünd noch wohnenswerter als es bereits schon ist.

Ralf Wiedemann,
Vorsitzender des Gmünder Stadtverbandes Sport

Gemeinsam dankten Bürgermeister Dr. Joachim Bläse und der Stadtverbands-Vorsitzende den Sportlern Alexander Zorniger, Dominik Kaiser, Carina Vogt, Kai Häfner und Andreas Hofmann für dieses Engagement. Welche Projekte unterstützt werden sollen, sei aktuell noch offen. „Hier sammeln wir derzeit noch Ideen“, erklärte der OB und bat darum, solche durchaus einzubringen.

Dennoch verhehlte Ralf Wiedemann nicht, dass die Infrastruktur der Stadt im Bereich Sport „weiter nicht optimal“ ist. „Wenn wir weiter unsere Spitzensportler in Schwäbisch Gmünd halten wollen, brauchen wir hierfür auch die entsprechende Infrastruktur“, betonte Wiedemann. Wie das gut funktionieren könne, sehe man am Beispiel der Kunstturner des TV Wetzgau in der Halle im Unipark.

Wo der Schuh drückt auch beim Hallenbad

Der Schuh drückt die Stadt beim Thema Hallenbad. Auch für die Belange des Sports ist dies ein Thema von hoher Priorität. Das machte der Stadtverband-Sport-Vorsitzende einmal mehr deutlich. „Allein um den Grundbedarf zu decken, brauchen wir dringend mehr Wasserfläche“, betonte Wiedemann. Ob mit oder ohne Spaßbad, das sei „zunächst für mich nicht entscheidend.“

Auf die Diskussionen der vergangenen Monate eingehend, war es Wiedemann wichtig, „in diesem Zusammenhang noch Folgendes“ zu sagen: „Ich finde es nicht gut, dass bei solchen Projekten die öffentliche Meinungsäußerung der sich zu Wort meldenden Personen und Gruppierungen häufig so negativ ist. Leider melden sich diejenigen, die dem Ganzen neutral beziehungsweise mit einer positiven Erwartungshaltung gegenüberstehen, viel zu selten zu Wort.“ Dabei würde eine positive Stimmung „mit Sicherheit auch das Ergebnis dieser Projekte für alle Bürgerinnen und Bürger von Schwäbisch Gmünd verbessern.“

OB Richard Arnold: „Gmünd kann viel“

Es war eine Einschätzung, mit der Wiedemann dem OB aus dem Herzen sprach. Richard Arnold versicherte dem Gmünder Sport auch weiterhin eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Was wir vom Sport unter dem Begriff Fair Play kennen, das gilt auch für ds Zusammenleben in einer Stadtgemeinschaft“, erklärte Arnold. „Wir spüren, dass das gesellschaftliche Klima rauer wird. Deshalb müssen wir aufeinander zugehen.“ Sportbürgermeister Bläse ergänzte: „Wir sind eine große Sportfamilie. Menschen, die zu uns kommen, können wir in unsere Vereine aufnehmen.“ Der Sport sei eine große Integrationskraft.

Oberbürgermeister Richard Arnold schloss mit den Worten: „Gmünd kann viel.“

Die Kinder- und Jugendehrung ist am Sonntag im Festsaal im Prediger (Beginn: 16 Uhr).

zurück
© Gmünder Tagespost 12.01.2018 22:34
Ist dieser Artikel lesenswert?
1969 Leser
Kommentar schreiben
nach oben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.