Leserbeiträge

Keine Fahrverbote in Gmünd ( P-GT vom 28. Februar 2018, Seite 9 )

An sich eine frohe Botschaft, die da verkündet wird, aber wenn man mal auf die Details schaut, relativiert sich doch manches. So wird zum Beispiel in diesem mageren Beitrag nicht erwähnt, wo denn diese Messstelle sich in Schwäbisch Gmünd befindet - und ob sie überhaupt vom Verkehr ( mit und ohne Tunnel ) tangiert wird. In der vom LUBW durchgeführten Studie waren die Messstellen ja so platziert, dass man den Eindruck gewinnen musste, diese ganze 'Studie' sei sowieso nur als Placebo für beunruhigte Bürger gedacht. Schaut man sich Vergleichsmessergebnisse an, relativiert sich die Jubelaussage "sanken die Messwerte nach Tunneleröffnung" nochmals, es könnte auch eine veränderte Wetterlage die Ursache für die niedrigeren Werte sein.

Eine weitere Jubelarie vor Inbetriebnahme des Tunnels "und dann haben wir in Gmünd keinen Stau mehr" kann jeder selber zu den Hauptverkehrszeiten überprüfen - wenn so '"kein Stau" aussieht, wie bitte sieht denn dann der richtige "Stau" aus?

Und an die Adresse unserer beiden MdBs:

Ich erinnere mich noch ganz deutlich an die Veranstaltung auf dem oberen Marktplatz, wo alle seinerzeit relevanten Polit-Personen von Bund, Land, Landkreis und Gemeinde unisono versprachen, für den Einbau eines "Tunnelfilters" zu kämpfen(!) - nun, nicht ganz unisono, nicht wahr, Herr MdB Barthle? Sie hielten damals eine Tüte Zucker in die Höhe und versuchten uns ... Zuhörern klarzumachen, dass für "so wenig Feinstaub" sich die Investition für einen Filter im Abluftkamin nicht lohnen würde.

Und so kam es auch, bis heute gibt es keinen Abluftfilter, es gibt auch keinen Messpunkt an der Kaminmündung, die Autoren der 'Studie' haben berechnet ( und mangels geeigneter Platzierung der Sonden eben nicht gemessen ), dass doch so wenig Feinstaub ..., ach was, eigentlich kommt da oben doch überhaupt nichts oben aus dem Kamin außer warmer Luft.

Ich will an dieser Stelle meine Einschätzung einer solchen 'Politik', die auch jahrelang zu dem Betrug bei den Abgastests geschwiegen hat, die sich vor einer Entscheidung über technische Nachrüstung und wer sie bezahlt von relativ neuen, unter falschen Voraussetzungen verkauften Fahrzeugen, bis dato gedrückt hat, so formulieren:

Schämen Sie sich in Grund und Boden!

Aus solchem Nicht-Handeln werden die Sargnägel für unsere Demokratie geschmiedet!

© In my humble opinion 01.03.2018 00:21
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Kommentare

Edgar Kuchelmeister

Kann dem nur vollinhaltlich zustimmen.

Was mich wundert ist: Durch die falsche Einordnung der Schadstoffklassen wurde doch dem Fiskus Steuern "hinterzogen". Da kennt das Finanzamt doch sonst keine Gnade, warum wird dieser Betrug so fahrlässig behandelt?

Und wenn Nachzahlung natürlich bei den Dieselbesitzern, die sind ja Schuld an diesem Riesenbetrug!

Verursacherprinzip gilt hier wohl nicht?

In my humble opinion

Edgar Kuchelmeister schrieb am 01.03.2018 um 13:26
Da kennt das Finanzamt doch sonst keine Gnade, warum wird dieser Betrug so fahrlässig behandelt?

Wenn Sie an das Drama mit 'cum-cum' und 'cum-ex' denken, wo sogar eine unrechtmäßig bezogene Steuerrückerstattung mehrmals abgezockt wurde und was das Finanzministerium über Jahre mit dem Thema gemacht hat ( ausgesessen, totgeschwiegen ) ...

Wenn man 'schlau' genug ist, prügelt man halt nur auf einen Schwächeren ein ...

Edgar Kuchelmeister

In my humble opinion schrieb am 01.03.2018 um 14:19

Wenn man 'schlau' genug ist, prügelt man halt nur auf einen Schwächeren ein ...

Ja, in unserer Demokratie sind alle Menschen gleich, nur manche halt gleicher!

Bitte Apell unterzeichnen: https://aktion.campact.de/dieselfahrverbote/appell/teilnehmen