Lesermeinung

Zum Radfahren auf Bahntrassen:

Aalen soll ja, mit Hilfe eines Darmstädter Planungsbüros, zu einer richtigen Fahrradstadt werden. Mir geht es nicht um die Schätteretrasse, wobei ich da hoffe, dass tatsächlich eine Lösung gefunden wird, die sowohl Radfahrern als auch Fußgängern gerecht wird. Ein Beispiel, wie es definitiv nicht funktioniert, kann man bei einigermaßen schönem Wetter auf der Trasse bei Schwäbisch Gmünd „erfahren“, bzw. über sich „ergehen“ lassen. Am besten mit kleinen Kindern. Daueralarm. Ich bin selbst Radfahrer, Wanderer, Jogger, Spaziergänger. Als Radfahrer im Alltag bin ich täglich auf dem Weg zur Arbeit und wieder zurück. Durch die halbe Stadt sozusagen. Es gibt ziemlich gut ausgebaute und markierte Strecken, wie teilweise in der Gartenstraße, die allerdings regelmäßig durch Autos und Mülltonnen und sonstigem Dreck zur Slalomstrecke umfunktioniert werden.
Es gibt grauslige Passagen, wie in der Bischof-Fischer-Straße, in der auf dem Gehweg in der Mitte eine Linie aufgepinselt wurde und dann auf der Radfahrerhälfte der Radweg in beiden Richtungen erfolgen soll, tolle Idee. Es gibt unzählige Stellen, an denen Radwege einfach enden, sich in Kurven oder Biegungen verengen, wieder mit Fußwegen vereinen und oder überkreuzen. Da schlägt das Radlerherz und das des Fußgängers doch gleich höher. Eine der grandiosesten Errungenschaften Verkehrsplanerhirnverrenkungen ist jedoch der neue Kreisverkehr am IHK-Gebäude. Wo man früher sicher neben der Straße mit dem Rad fahren konnte, wird man inzwischen innerhalb weniger Meter in die potenzielle Radlertodeszone geleitet, um – so das Glück dem Radler hold – danach wieder auf den Radweg geschickt zu werden. Ich wünsche allen Verkehrsteilnehmern in Aalen, dass wir mit Hilfe des Planungsbüros zu einem Radwegenetz kommen, welches den Namen auch verdient. Zum Wohle der Stadt, der Umwelt und der Menschen.

© Gmünder Tagespost 03.04.2018 17:13
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Kommentare

Edgar Kuchelmeister

Ja, Radfahrer und Fußgänger, ein bisweilen bitteres Thema. Geprägt von absoluter Sturköpfigkeit auf beiden Seiten.

1. Beispiel: Abschüssige Straße gesperrt für motorisierte 1- und 2-spurige Fahrzeuge, Anlieger frei. Eine Spaziergängergruppe von ca. 6 Erwachsenen und 3-4 Kindern, natürlich nach einer Kurve auf der ganzen Straße verteilt. Ich bremse mein Rad ab und klingle. Gemächliches Bemühen eine Gasse freizumachen, durch die ich langsam durchfahre, als ich gerade wieder beschleunigen will, wird mir nachgerufen "Nicht so schnell!" Häh????

2. Beispiel: 1 Frau, 2 Kinder kommen mir auf der Gmünder Trasse entgegen Als ich mich bis auf ca. 30 m genähert habe und geklingelt, weil die Frau in der Mitte unterwegs war, seh ich, dass sie suchend rechts den Hang hoch schaut, da rennen auch schon 2 Hunde von der Wiese über die Trasse auf der andern Seite runter in ein Gebüsch und ich will zwischen den 3 Personen durchfahren. Die Dame stellt sich mir in den Weg, fuchtelt mit den Armen und will mich anhalten. Schreit mir was von Raserei hinterher, worauf ich wirklich anhalte und frage, welches Recht Sie sich herausnimmt. Leinenzwang für Hunde auf der Trasse, die Kinder stehen ordentlich an der Seite, nur sie behindert und gefährdet Andere die die Trasse auch rechtmäßig benützen.

Für Radfahrer gehört klingeln einfach auch zum "guten Ton" und für Fußgänger, dass dem Radfahrer das Vorbeifahren ermöglicht wird. Dann passiert auch nichts.

Ich bin bestimmt zügig (nicht schnell) unterwegs - Mountain Bike mit dicken Reifen - aber ich habe noch niemals jemanden angefahren!

Perer Schlaak

Edgar Kuchelmeister schrieb am 05.04.2018 um 12:56

Ja, Radfahrer und Fußgänger, ein bisweilen bitteres Thema. Geprägt von absoluter Sturköpfigkeit auf beiden Seiten.

1. Beispiel: Abschüssige Straße gesperrt für motorisierte 1- und 2-spurige Fahrzeuge, Anlieger frei. Eine Spaziergängergruppe von ca. 6 Erwachsenen und 3-4 Kindern, natürlich nach einer Kurve auf der ganzen Straße verteilt. Ich bremse mein Rad ab und klingle. Gemächliches Bemühen eine Gasse freizumachen, durch die ich langsam durchfahre, als ich gerade wieder beschleunigen will, wird mir nachgerufen "Nicht so schnell!" Häh????

2. Beispiel: 1 Frau, 2 Kinder kommen mir auf der Gmünder Trasse entgegen Als ich mich bis auf ca. 30 m genähert habe und geklingelt, weil die Frau in der Mitte unterwegs war, seh ich, dass sie suchend rechts den Hang hoch schaut, da rennen auch schon 2 Hunde von der Wiese über die Trasse auf der andern Seite runter in ein Gebüsch und ich will zwischen den 3 Personen durchfahren. Die Dame stellt sich mir in den Weg, fuchtelt mit den Armen und will mich anhalten. Schreit mir was von Raserei hinterher, worauf ich wirklich anhalte und frage, welches Recht Sie sich herausnimmt. Leinenzwang für Hunde auf der Trasse, die Kinder stehen ordentlich an der Seite, nur sie behindert und gefährdet Andere die die Trasse auch rechtmäßig benützen.

Für Radfahrer gehört klingeln einfach auch zum "guten Ton" und für Fußgänger, dass dem Radfahrer das Vorbeifahren ermöglicht wird. Dann passiert auch nichts.

Ich bin bestimmt zügig (nicht schnell) unterwegs - Mountain Bike mit dicken Reifen - aber ich habe noch niemals jemanden angefahren!

Hallo  Hr. E Kuchelmeister

Ja, Radfahrer und Fußgänger, ein bisweilen bitteres Thema. Geprägt von absoluter Sturköpfigkeit auf beiden Seiten.

Dieselben " Erfahrungen " habe ich leider auch schon gemacht . Deshalb möchte ich nicht dass der seid Jahrzehnten bestehende Wanderweg der Härtsfeldtrasse für Radfahrer freigegeben wird. Es hat nicht's mit einer Oposition zu Radfahrern zu tun ! Die Unübersichtlichkeit der Härtsfeldtrasse lässt sich auch nicht vergleichen mit anderen Fuß & Radwegen wo Jeder Jeden lange vorher sieht .....

Leider gibt es immer mehr " Ich Menschen " auf beiden Seiten. Da nützen auch die schönen Worte / Ratschläge nicht's - sich doch friedfertig den selben Weg zu teilen ..

Das selbe Problem existiert ja auch in Fußgängerzonen und im Straßenverkehr . Hier wird munter über rote Ampeln, Kreuzungen, entgegen der Fahrtrichtung usw. verkehrswidrig gefahren.... 

Leider können wir den Zeitgeist der zunehmenden Egoisten nicht mehr ändern ..... Leider ! 

Freundliche Grüsse 

Peter Schlaak 

Edgar Kuchelmeister

Perer Schlaak schrieb am 05.04.2018 um 16:25

...Deshalb möchte ich nicht dass der seid Jahrzehnten bestehende Wanderweg der Härtsfeldtrasse für Radfahrer freigegeben wird.

Ich kenne diese Trasse nicht, war auch nur durch Erwähnung der Gmünder Trasse motiviert zu antworten. Diese ist ja nun breit genug für Fußgänger und Radfahrer. 

Das selbe Problem existiert ja auch in Fußgängerzonen und im Straßenverkehr . Hier wird munter über rote Ampeln, Kreuzungen, entgegen der Fahrtrichtung usw. verkehrswidrig gefahren.... 

Es wird durch die Ordnungsbehörden zu wenig kontrolliert. Die Polizei verwaltet nur noch die entstandenen Unfälle, da zu wenig Personal. Eine Verkehrserziehung findet nicht statt. Und wenn kontrolliert wird ist das Geschrei der Kontrollierten immer riesig. Siehe Geschwindigkeitsmessungen: Ist alles nur Abzocke!?

Leider können wir den Zeitgeist der zunehmenden Egoisten nicht mehr ändern ..... Leider !

Änderung beginnt immer im nächsten Umfeld: Bei mir selbst!