Welche Mittel Arbeitgeber gegen das Krankfeiern von Angestellten haben

Ausfälle durch Krankheit sind an jedem Arbeitsplatz üblich, die wenigsten Angestellten werden über Jahre hinweg gesund durcharbeiten. Neben dem Ausfall durch Grippe oder kleinen Unfällen gibt es eine Kehrseite: Das Krankfeiern! Auch wenn es wenige schwarze Schafe unter den Arbeitnehmern gibt, wird immer wieder versucht, sich freie Tage trotz bester Gesundheit zu sichern. Für Arbeitgeber ist es wichtig, besonnen auf häufige Ausfälle zu reagieren, wobei Zweifeln über eine echte Erkrankung nachgegangen werden kann.

Die Auswirkungen einer Krankschreibung ohne Grund

Sich krankschreiben zu lassen, wird durch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für den einzelnen Patienten aufgefangen. Für den Arbeitgeber bedeutet die Krankschreibung ein Verlust der entsprechenden Arbeitskraft, selbst wenn unerwartet nur ein oder zwei Tage betrifft. Durch die gewährte Lohnfortzahlung werden Beitragszahler und öffentliche Kassen belastet, was sich letztlich auf die regionale Wirtschaft und den einzelnen Steuer- und Beitragszahler auswirkt.

Außerdem stellt die Krankschreibung ohne einen triftigen Grund einen Betrugsversuch dar. Dieser mag vom Patienten angestoßen worden sein, ein Arzt sollte die Krankschreibung jedoch stets nach bestem Wissen und Gewissen vornehmen. Manche Angestellten schrecken nicht einmal vor gefälschten Dokumente zurück, ohne dass ein Arztbesuch stattgefunden hat. Die meisten Chefs dürften bezweifeln, ob solche Menschen eine Bereicherung für den eigenen Personalstamm sind.

Regeln rund um die Krankschreibung setzen und beachten

Viele Arbeitnehmer haben Unsicherheiten über eine Krankschreibung und kennen Fristen und Formalitäten nicht. Hier sollten Arbeitgeber eindeutig aufklären, was sie von ihren Mitarbeitern erwarten und wie diese im Falle einer Krankheit vorgehen sollte.

Beispielsweise lässt sich im Arbeitsvertrag festgehalten, nach wie vielen Tagen zwingend ein Attest vom Arzt vorliegen muss. Eine zu lockere Regelung mag einzelne Arbeitnehmer dazu animieren, dem Arbeitsplatz bei einer vermeintlichen Erkrankung fernzubleiben. Umgekehrt ist es für das Betriebsklima gut, erst einmal viel Vertrauen in jede einzelne Arbeitskraft zu investieren und nicht gleich ein potenzielles Krankfeiern zu unterstellen.

Indizien für das Krankfeiern sammeln

Falls Arbeitgeber einen Verdacht gegenüber bestimmten Mitarbeitern haben, sollte diesem nachgegangen werden. Firmen unserer Region nutzen beispielsweise die Zusammenarbeit mit einer Detektei für Stuttgart und Umgebung, die Informationen über den Erkrankten einholt. Während einer Krankheit darf dieser zwar vor die Haustüre, die Wege sollten sich jedoch auf Supermarkt, Arzt und Apotheke beschränken. Werden stattdessen die Kneipe oder der Fußballverein aufgesucht, sorgt die Detektei mit Fotos und weiteren Dokumenten für die entsprechenden Beweise. Wie mit diesen Beweisen umzugehen ist, muss firmenintern entschieden werden. Die meisten Arbeitgeber bevorzugen eine dezente Vorgehensweise, die dennoch zu Abmahnungen und mehr führen können.

Bild: Pixabay user:lukasbieri

© Gmünder Tagespost 09.07.2018 13:51
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