Hier schreibt das Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Aalen

Der DRK-Kreisverband übt in Südtirol vier Tage lang den Ernstfall

Bevölkerungsschutz neu erleben!

Unter diesem Motto trainieren 135 Helferinnen und Helfer vom Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Aalen vier Tage lang den Ernstfall. Auf dem Programm stehen mehre Übungsszenarien. Dabei werden die Helfer aus Aalen auch von Einheiten der Bergrettung Südtirol und von Ehrenamtlichen des Weißen Kreuzes aus dem Vinschgau unterstützt.

Mit einem Konvoi von mehr als zwanzig Fahrzeugen starten die Ehrenamtlichen am 07.06.2012 vom Rettungszentrum in Aalen. Übungsgelände ist das Biathlonzentrum im Martelltal – Südtirol. Die Unterbringung erfolgt in Zelteinheiten, die im Ernstfall der Unterkunft und Verpflegung von Betroffenen dienen. Die Essenversorgung übernimmt die Feldkocheinheit des DRK Kreisverbandes Aalen e.V.. Fünf Feldköche sorgen für die notwendige Versorgung mit Speisen und Getränken. Spezielle Fachdienste übernehmen die gesamte Strom- und Wasserversorgung für die Mitgereisten. Dabei werden die Stromerzeuger und Wasseraufbereiter unter Volllast vier Tage lang getestet.

Der Massenanfall von Verletzten und das Bergen von Verunglückten steht am Samstag, 09.06.2012 ab 10:00 Uhr im Mittelpunkt des großflächig angelegten Übungsszenarios. Dabei wird die Bergwacht Aalen und die Bergrettung Südtirol gemeinsam Verletzte aus schwierigem Gelände und aus Felswänden retten. Die Mitglieder des Jugendrotkreuzes Aalen und Südtirols werden als Verletzte sehr realistisch die Großübung mit ihren Notfalldarstellungsteams unterstützen.

Wie kann eine Vielzahl von Verletzten versorgt und zielgerichtet transportiert werden? Hierzu wird auf dem Übungsgelände der „Behandlungsplatz 25“ aufgebaut. Ein großes Busunglück mit mehr als zwanzig Verletzten soll hierzu die Grundlage der Übung bilden. Die Erstversorgung am Unfallort, aber auch der Transport zum Behandlungsplatz, sowie die anschließende Sichtung der Verletzten und die Einteilung dieser nach internationalen Standards soll hierbei geübt werden. Für die Versorgung der Patienten und für den Transport werden die Rotkreuzhelfer aus Aalen von ihren Kollegen vom Weißen Kreuz aus Südtirol unterstützt.

Das amtliche Kreisauskunftsbüro kurz KAB vom Roten Kreuz wird die Registrierung der Verletzten und Helfer übernehmen. Kommt es zu einerKatastrophe, so haben die Betroffenen selbst, aber auch diejenigen, die von dieser Katastrophe in Kenntnis gesetzt werden, verständlicherweise den dringenden Wunsch zu erfahren, ob Angehörige oder Freunde betroffen sind bzw. wo diese sich gerade aufhalten. Vor Ort befindlicheHelferwerden also oft mit Fragen bestürmt, die sie erstens nicht beantworten können und die sie zweitens bei ihrer Arbeit behindern. Um zu vermeiden, dass diese Personen sich selbst auf die Suche nach ihren Angehörigen oder Freunden machen und somit die Lage im Katastrophengebiet noch unübersichtlicher wird, werden durch die alarmierten Kreisauskunftsbüros Personenauskunftsstellen eingerichtet.

Vertreter aus der Region werden ebenfalls vor Ort sein. Der Kreisbrandmeister des Ostalbkreises Otto Feil als Beauftragter für den Katastrophenschutz, der DRK-Kreisverbandsvorsitzende Dr. Eberhard Schwerdtner und der stv. Kreisverbandsvorsitzende Helmut Bezler werden die Übung kritisch verfolgen. Ebenso werden Vertreter der kommunalen Verwaltung aus dem Martelltal wie aus dem Vinschgau die Großübung begleiten.

Für die Daheimgebliebenen wird laufend über das Internet live berichtet. Die im Katastrophenfall notwendige Pressearbeit steht auch auf dem Übungsplan. Mit Bildern von dem gesamten Szenario oder mit Interviews und Berichten wird aktive Pressearbeit auch im Martelltal geübt.

Für den gesellschaftlichen Teil ist in den Abendstunden in den dafür aufgestellten Großraumzelten gesorgt. Neben der täglichen Berichterstattung durch die Pressereferenten stehen eine Karaoke-Show und das Public Viewing des Fußballspiels Deutschland gegen Portugal auf dem Programm. Eine gemeinsame Wanderung durch das Martelltal rundet das gesellschaftliche Miteinander ab.

© Gmünder Tagespost 03.06.2012 zurück
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