Nur- und Vollbürger
Vielleicht sollte unser OB seinen Blick vom Friede-Freude-Eierkuchen-Mittelalter-Kostümfest ab- und den drängenden Fragen von heute zuwenden:
Abluft-Filter im Gmünder „Einhorn“-Tunnel, wann?
HP Nicolai, Schwäbisch Gmünd
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Abluft-Filter im Gmünder „Einhorn“-Tunnel, wann?
HP Nicolai, Schwäbisch Gmünd













Alexander Schenk
05.06.2012 | 08:18 Uhr
Nur- und Vollbürger
Als die Tagespost in ihrer Kolumne über die Unterscheidung zwischen Nur- und Vollbürger schrieb, glaubte ich an einen Scherz. Wobei ich diesen saloppen Ausspruch unserem OB durchaus zutraue. Schließlich hat er auch schon mal seine "liebe Gmünder und armselige Auswärtige" zum Stadtfest begrüßt. Aber es gibt viele Gründe warum die Mehrheit der Gmünder momentan beim Stauferzug nicht teilnehmen: Eine steuerbezahlende Arbeit, die einen voll fordert, Kinder oder Großeltern, die versorgt werden müssen, andere Verpflichtungen, die man in anderen Ehrenämtern eingegangen ist und es soll Gmünder geben, die mit dem "Wir-sind-der-Nabel-der-Welt-Schau" wenig anfangen können. Jetzt seien wir doch mal bei aller Begeisterung auch mal ein Stück ehrlich: Das Engagement am Stauferwochenende, in den AGVs, Sport- und Musikvereinen ist doch auch ein Stück Freizeitgestaltung. Ich habe in meiner Haushaltsrede im Gemeinderat davor gewarnt vor lauter Lob für diese Engagements den Einsatz von Menschen z.B. im selbstlosen caritativen Bereich zu vergessen. Jede Bürgerin und jeder Bürger bringt sich in Gmünd im Rahmen seiner Möglichkeiten und seiner Interessen ein. Alle zusammen bilden wir das Leben in Gmünd. In Nur- und Vollbürgern zu unterscheiden ist "armselig" und kann nur einem über die Lippen kommen, der sich und seine Sicht der Dinge zu wichtig nimmt.
Alexander Schenk, Kalter Markt, GD