Mögglingen: Bau der Umgehung startet noch dieses Jahr

Bundestagsabgeordneter Norbert Barthle hat schriftliche Zusage des Bundesverkehrsministers

Durchbruch in Mögglingen: Der Weg für den Bau der Ortsumgehung ist frei. Bundestagsabgeordneter Norbert Barthle sagte am Montag, er habe die „feste schriftliche Zusage“ von Bundesvekehrsminister Alexander Dobrindt. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.

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    Zusage schwarz auf weiß: In einem Schreiben an den Bundestagsabgeordneten Norbert Barthle teilt Bundesverkehrsminister Dobrindt mit, dass „mit der Baumaßnahme Ortsumgehung Mögglingen begonnen werden“ könne. (Foto: Tom)
Mögglingen. „Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass nunmehr mit der Baumaßnahme B 29, Ortsumgehung Mögglingen, begonnen werden kann“, heißt es in dem Schreiben von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) an Norbert Barthle. Der CDU-Politiker hatte den Brief am Montagnachmittag in den Mögglinger „Reichsadler“ zum Pressegespräch mitgebracht. Ein dürrer Satz in fünf Zeilen – mit weitreichenden Folgen für Mögglingen, für den Ostalbkreis, für die gesamte Region.
Der Bund setzt sich laut Barthle über die Priorisierung des Landes in Sachen Straßenbau hinweg und stellt die notwendigen Mittel, rund 67 Millionen Euro, für die Mögglinger Ortsumgehung zur Verfügung. „Es kann begonnen werden“, so der Abgeordnete.
Nun sei es am Regierungspräsidium (RP), die detaillierten „Ausführungsplanungen“ voranzutreiben. Danach sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden. Regierungspräsident Johannes Schmalzl habe ihm, Barthle, zugesichert, „so schnell wie möglich“, starten zu wollen. Noch in diesem Jahr soll mit Arbeiten an einer Brücke begonnen werden.
Jahrzehntelang haben die Mögglinger für ihre Ortsumfahrung gekämpft, mussten Rückschläge hinnehmen, hörten Versprechungen. Warum funktioniert’s jetzt so plötzlich? Norbert Barthle sagt, die „haushaltsrechtlichen Prämissen des Bundes“ hätten sich verändert. Er habe alle seine Kontakte spielen lassen und mit dem Thema Mögglingen „genervt bis zur Grenze der Kollegialität“.
Zudem sei seine Stellung als haushaltspolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion für die Sache „sicher nicht schädlich“ gewesen. Für den Bundesverkehrsminister sei es keine einfache Entscheidung, sich über die Priorisierungen des Landes hinwegzusetzen. Aber, wie Norbert Barthle es ausdrückt: „Dobrindt ist sich bewusst, dass die B 29 nicht nur für Baden-Württemberg, sondern, als Achse zwischen Stuttgart und Augsburg, auch für Bayern wichtig ist.“
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© Gmünder Tagespost 28.07.2014 21:00
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