Hier schreibt der Stadt-Seniorenrat Aalen

Netzwerk 60 Plus im Stadt-Seniorenrat Aalen e.V.

Termine und Hinweise an alle Mitmacherinnen und Mitmacher, Freunde und Interessenten des Aalener Netzwerks 60 Plus, Stand 10. März 2018


1. Termine Kaffeetreff 2018
 10. April (Achtung Terminänderung)
 8. Mai
 5. Juni
 3. Juli

Jeweils um 14:30 Uhr in der Bibliothek der Begegnungsstätte


2. Wo wir waren:
2.1 Am Mittwoch, 24. Januar fuhren wir nach Schwäbisch Hall zur Kunsthalle Würth
Die Ausstellung der Kunstsammlungen der Akademie der bildenden Künste Wien zeigte „Verborgene Schätze aus Wien“

2.2 Am Sonntag, 11. Februar stand in Ellwangen das Alamannen-Museum mit der Ausstellung „Goldblattkreuze - Glaubenszeichen der Alamannen“ sowie das Sieger-Köder-Museum mit dem Thema „Eine Tübinger Bibel in Bildern“ auf dem Programm.

Die Bibel besteht aus 49 großformatigen Metallätzungen und ist rund 50 Jahre alt. Sie wird ergänzt durch biblische Holschnitte von Albrecht Dürer (1471-1528), die vor 500 Jahren entstanden sind: Marienleben und Buch der Offenbarung.

Im Alamannen-Museum führte uns Herr Wittmann vom Netzwerk 60 Plus sachkundig in die Zeit des 7. Jahrhunderts n. Chr. und erklärte die wertvollen Exponate der Goldplattkreuze, die als Schmuck für ein Tuch dienten, das Toten bei ihrem Ableben auf das Gesicht gelegt wurde. Derartige Kreuze sind hauptsächlich in Norditalien, in der Schweiz und Süd-deutschland nachgewiesen worden. Ein Teil der Funde stammte auch aus Grabfunden bei Lauchheim.
Leider war der Zeitrahmen für die beiden Ausstellungen und einem Cafébesuch zu knapp bemessen. An der Ausfahrt nahmen acht Personen teil.
2.3 Am Donnerstag, 22. Februar ging es nach Stuttgart in die Staatsgalerie zur Ausstellung „Der Meister von Meßkirch“, dessen Name und Herkunft bis heute im Dunkeln geblieben ist.
Dieser schwäbische Maler, schuf einst die Ausstattung der Kirche St. Martin in Meßkirch und was sich von ihr noch in Museen der Welt befindet, konnte erstmalig für kurze Zeit im Rahmen der Ausstellung wieder zusammen bewundert werden. Zu dieser katholischen Pracht gab es auch ein Pendant der reformatorischen Seite, der sogenannte Gothaer Altar. Um 1538 als monumentaler Flügelaltar für das Stuttgarter Schloss geschaffen, kehrte er zur Ausstellung wieder an seinen ehemaligen Standort zurück.
Zehn Teilnehmer unseres Netzwerkes waren mit dabei.

2.4 Am Samstag, 3. März stand ein Besuch des Historischen Museums in Speyer auf dem Programm. Was die Ausstellung über „Richard Löwenherz – König – Ritter - Gefangener“ besonders auszeichnete, war ihr gelungener didaktischer Aufbau und Gliederung sowie der Umfang der ausgestellten Exponate. Und in Verbindung mit einer Führerin, die es in fesselnder Weise verstand, den englischen König, seine Gegenspieler sowie die politischen und kriegerischen Auseinandersetzungen seiner Zeit vor unserem geistigen Auge wieder lebendig werden zu lassen, war die Ausfahrt nach Speyer ein Highlight.

Bei der OVA-Tagesfahrt umfasste unsere Gruppe acht Personen.

3. Was wir vereinbart haben:

3.1 Am Samstag, den 17. März mit der DB nach München ins Lenbachhaus zur Ausstellung „GABRIELE MÜNTER - Malen ohne Umschweife“
Es haben sich fünfzehn Personen gemeldet. Über diese große Beteiligung freut sich natürlich das Netzwerk.

Gabriele Münter (1877–1962) unternahm 1899/1900 eine Reise durch die USA. Sie begann zu fotografieren und bewies mit diesem neuen Medium ein eindrucksvolles Gespür für komplexe Bildkompositionen. Ihre Auswahl von Motiven und die Herangehensweise durch den Sucher der Fotokamera nahmen vieles vorweg, wofür Münter später, vor allem im Zusammenhang mit dem »Blauen Reiter«, geschätzt wurde. Ihr Blick auf die Wirklichkeit war durch die Fotografie geschult worden.
3.2 Am Dienstag, den 20. März mit der DB nach Ravensburg ins Humpis-Quartier zur Ausstellung „Der 30-jährige Krieg: Schauplatz Oberschwaben“
Das Museum Humpis-Quartier in Ravensburg ist seiner Zeit – ausstellungstechnisch – immer schon ein Stückchen voraus. Das Team um Andreas Schmauder hat nicht nur die erste Schau zur Reformation in der Region veranstaltet. Nun sind die Ravensburger auch bei dem nächsten Großjubiläum wieder die Ersten: Der Beginn des 30-jährigen Krieges jährt sich heuer zum 400. Mal. Das Humpis-Quartier beleuchtet dieses historische Ereignis aus oberschwäbischer Sicht in einer Ausstellung. Und wieder einmal zeigt dieses Museum, wie sich weltgeschichtliche Umwälzungen im lokalen Bereich widerspiegeln.
3.3 Am Samstag, den 12. Mai mit der DB zur Sonderausstellung „Die Etrusker“ im Landesmuseum Karlsruhe
Sie selbst nannten sich Raśna und der antike Historiker Dionysios von Halikarnassos bewunderte sie als „uraltes, von allen anderen sich unterscheidendes Volk“: die Etrusker. Als eine der frühen Hochkulturen Italiens bestimmten sie das Schicksal des westlichen Mittelmeerraums vom 10. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr.
Da Schrift und Sprache der Etrusker nur bruchstückhaft verständlich sind, vermag nur die Archäologie ihre Geheimnisse zu entschlüsseln. Aktuelle Forschungen werfen ein neues Licht auf die rätselhafte Zivilisation der Raśna: ein blühendes Städtewesen und eine vielfältige Alltagskultur bezeugen Wohlstand und Lebensfreude, Kunstwerke von eigenwilliger Ausdrucksstärke die Liebe zur Schönheit. Prachtvolle Heiligtümer und monumentale Gräber mit farbenfrohen Wandmalereien sowie kostbaren Grabbeigaben geben Aufschluss über die Religiosität der Etrusker. Dabei verdanken sie Inspiration und Innovation, vielleicht ihre einzigartige Identität, auch der intensiven Begegnung und dem transkulturellen Austausch mit anderen Zivilisationen des Altertums, mit Phöniziern, Griechen, Kelten oder Römern.
Das Badische Landesmuseum präsentiert in Kooperation mit dem italienischen Kultur-ministerium ein umfassendes Porträt der etruskischen Kultur. Zahlreiche spektakuläre Exponate und Neufunde sind erstmals in Deutschland zu sehen. Begleitet von atmos-
phärischen Inszenierungen, originalgetreuen Rekonstruktionen und interaktiven digitalen Features zeichnen sie ein facettenreiches Gesamtpanorama etruskischer Lebenswelten.


4. Was wir in der nächsten Zeit zur Auswahl haben:

4.1 Sonderausstellung "Vom Dunkel ins Licht" im Haus der Geschichte in Dinkelbühl
Frauen haben nichts zur Reformation beigetragen? Haben sich nicht am reformato-rischen Streit beteiligt? Frauen sind nicht schriftstellerisch tätig geworden? Sind allenfalls als Ehefrauen der Reformatoren in die Geschichte eingegangen? - Von wegen!
Kaum eine Epoche hat in der Geschichte der Kirche so tiefe Spuren hinterlassen wie die Reformation, deren Beginn mit dem – im Hinblick auf die historischen Tatsachen nicht unumstrittenen – Anschlag der 95 Thesen Luthers am 31. Oktober 1517 datiert wird. Im Rahmen des Reformationsjubiläum 2017 wurde der Reformatoren und verschiedener Ereignisse gedacht. Frauen spielten dabei eher eine Nebenrolle. Auch in Wissenschaft und Kirche wurde das Thema Frauen und Reformation lange Zeit vernachlässigt. So entstand der Eindruck, Frauen hätten keinen Einfluss auf die reformatorische Bewegung ausgeübt. In der Zwischenzeit hat die Forschung beim Frauenthema aufgeholt und deutlich gemacht, dass Frauen unterschiedlichster Herkunft sich aktiv am Reformationsgeschehen beteiligt haben. Dies galt besonders für die Anfangsjahre der Reformation, da der beginnende Aufbruch den Frauen neue Handlungsräume und vielfältige Möglichkeiten der Mitwirkung eöffnete.

4.2 Eine Ausfahrt nach Kuchen/Filstal zur historischen Arbeitersiedlung und nach Geislingen/a.d.Steige zur Paradiestür in der WMF
a) die Arbeitersiedlung
Seit 1857 betrieb der Baumwoll-Industrielle Arnold Staub unterhalb des Dorfes Kuchen eine Baumwollspinnerei und -weberei; er beschäftigte in diesem Betrieb über 800 Mitarbeiter. In dem Betrieb liefen 29.864 Spindeln und 535 Webstühle. Damit war er in jener Zeit der bedeutendste Betrieb dieser Art in Württemberg.
Um zuverlässige Arbeiter anzuziehen und auch auf Dauer zu halten, ließ Staub nach den Plänen der Architekten Georg Morlock und Leonhard Zeugheer eine Arbeitersiedlung erbauen. Er stattete sie mit für damalige Verhältnisse vorbildlichen und fortschrittlichen Kultur-, Freizeit,- Versorgungs- und Gesundheitseinrichtungen aus - ein Novum im Werksiedlungsbau dieser Zeit in Deutschland.
Zu den Einrichtungen gehörten beispielsweise Speise- und Festsäle, wasserdampf-betriebene Aufwärmapparate, die zur Erwärmung des mitgebrachten Essens dienten, eine Schule, eine Bibliothek, Lesezimmer, Versammlungszimmer, ein Kaufladen, eine Apotheke und auch ein Spital. Das Bad und Waschhaus galt als Prunkstück der Arbeitersiedlung mit Schwimmbecken, Dampfbad, Badezimmern, Waschanstalt und Bügelzimmern.
Auf der Weltausstellung in Paris 1867 erhielt Staub für seine Siedlung den Großen Preis mit Goldmedaille und wurde von Kaiser Napoleon III. zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Die Siedlung belegt, dass der frühe Arbeiterwohnungsbau zu den wichtigsten Voraussetzungen der modernen Architektur gehört. Die industrielle Mustersiedlung Kuchen zählt deshalb zu den interessantesten Anlagen dieser Art in Mitteleuropa.
Für Interessenten werden in der historischen Arbeitersiedlung Führungen angeboten. Die Führungen finden ausschließlich nach Vereinbarung statt.

Kontaktadresse: Helmut Junginger, Weberallee 13, 73329 Kuchen, Tel. 0 73 31/8 12 56

Buchtipp: "Der glorreiche Lebenslauf unserer Fabrik" - zur Geschichte von Dorf und Baumwollspinnerei Kuchen
Herausgegeben von Christel Köhle-Hezinger und Walter Ziegler, Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn 1991
Prospekt:
Sanierung der historischen Arbeitersiedlung in Kuchen
Herausgegeben von der Gemeinde Kuchen, Text: Walter Ziegler, 1998, 16 S.
Prospekt "Historische Arbeitersiedlung in Kuchen", Gemeinde Kuchen, 2011, (PDF, ca. 7,5 MB)
b) Seit 155 Jahren liefert WMF in Geislingen Design- und Kunstobjekte und birgt einen Schatz
Die Paradiestür von Lorenzo Ghiberti ist kostenlos täglich von 8:30 bis 11:30 Uhr und von 13:30 bis 16 Uhr zu besichtigen.

Kein geringerer als Michelangelo Buonarroti soll mal geäußert haben: „Die Schönheit dieser Tür macht sie würdig, Pforte zum Paradies zu sein.“ Damit gemeint ist das Ostportal des romanischen Baptisteriums auf den Domvorplatz von Florenz, das seitdem als „Paradiestür“ bezeichnet wird. Entworfen und ausgeführt wurde es von Lorenzo Ghiberti zwischen 1425 und 1452, nachdem er bereits zu größter Zufriedenheit aller in den zwei vorherigen Jahrzehnten das Nordportal geschaffen hatte. Doch bei der Paradiestür handelt es sich um ein epochales Kunstwerk. Zehn quadratische und vergoldete Bronze-felder stellen auf seinerzeit revolutionär empfundene Weise Begebenheiten aus dem Alten Testament vor. Befreit von starren Vierpassrahmungen zurückliegender Epochen offen-baren die Szenen neue kompositorische Möglichkeiten. Nahezu bis zur vollplastischen Ausprägung schieben sich die Figuren von Adam und Eva, Kain und Abel, Saul und David oder Esau und Jakob nach vorne.
Speziell bei den Architekturstaffagen greift Ghiberti auf die um 1420 „erfundene“ Zentralperspektive zurück. Besonderes Interesse an perspektivischen Konstruktionen lassen die Szenen der Begegnung Salomons mit der Königin von Saba und der Geschichten Josephs erkennen. Mit ihrem Realismus sowie erzählerischen Geschlossenheit brechen sie radikal mit bis dato herkömmlichen formalen Schemata. Sensationell mutet den Zeit-genossen die Übertragung perspektivischer Gesetze auf das Medium des Reliefs über das Vortäuschen von Tiefe an. Gebändigt wird die Szenenanhäufung durch eine stille lineare Schönheit in den Umrissen aller Figuren sowie Harmonie der Gesamtkomposition. Zwischen den zehn Reliefplatten der sechs Meter hohen, vier Meter breiten und 40 Zentner schweren Zweiflügeltür befinden sich neben Tier- und Früchtemotiven 24 Propheten-figuren sowie 24 Porträts inklusive jenen des Künstlers, seines Sohnes und Mitarbeitern.

Um dieses überragende Meisterwerk der Frührenaissance bewundern zu können, muss der Kunstfreund nicht nach Florenz reisen. Eine an die Aussagekraft des Originals heran-reichende Zweitfassung wird in einem eigens dafür eingerichteten, kappellenartigen Raum unmittelbar neben dem Haupteingang der Württembergischen Metallwarenfabrik WMF in Geislingen an der Steige präsentiert. Wie gelangte ausgerechnet das heute 155 Jahre alte deutsche Traditionsunternehmen an die exakte Nachbildung? Zwischen 1890 und 1953 betrieb WMF auch eine „Galvanoplastische Kunstanstalt“. Hier wurden Modelle sämtlicher Formen und Größen vom Springbrunnen bis hin zum Großdenkmal produziert. Im Jahr 1910 erhielt diese Abteilung vom Städtischen Museum Stettin den Auftrag, für einen Neubau eine Zweitfassung der Paradiestür anzufertigen.

Spezialisten der WMF formten mit einer Gelatinemasse das Original in enger Zusammen-arbeit mit den Stettiner Museumsspezialisten komplett ab, die auf akkurate Wiedergabe jeder Einzelheit größten Wert legten. In Geislingen wurden dann die Teile galvanisiert, verlötet und erneut galvanisiert, um die Lötstellen unsichtbar zu machen, sowie anschließend galvanisch vergoldet. Über 2.000 Arbeitsstunden benötigten die Facharbeiter der Kunstanstalt für die kunsthandwerkliche Meisterleistung. 1913 vollendet und sogleich auf der internationalen Baufachausstellung in Leipzig präsentiert, gelangte das Werk anschließend nach Stettin. Doch das Museum konnte es nun nicht mehr bezahlen. Der Weltkriegsbeginn 1914 und die Inflation der 1920er Jahre ließen erst recht keine Finanzierung mehr zu, so dass die Tür 1928 wieder nach Geislingen gelangte.

Da weitere Verkaufsbemühungen erfolglos blieben, wurde nach Abriss der aufgegebenen
Galvanoplastischen Kunstanstalt 1953 ein neues Ausstellungsgebäude für Firmenprodukte errichtet.

Hier erhielt Ghibertis Zweitportal seinen Schauraum. Mittlerweile fahren italienische Wissenschaftler nach Geislingen. Denn viele Einzelheiten sind am Urstück wegen umweltbedingter Korrosionen so extrem verwischt, dass die Geislinger Replik authentischer ist als das mittlerweile in einem Museum aufbewahrte Original. Mit der Haupttür des Baptisteriums schuf Ghiberti das Hauptwerk seines Lebens, das nun dank der einzigartigen Umstände zweifach dauerhaft gesichert ist.

WMF Aktiengesellschaft
Eberhardstraße
D-73309 Geislingen an der Steige

Telefon: 07331 – 251


4.3 Tagesfahrt nach Bad Urach

Eingebettet ins Ermstal, mitten im UNESCO Biosphärenreservat Schwäbische Alb, lädt das romantische Fachwerkstädtchen Bad Urach zum Verweilen ein.
Schwäbische Leckerbissen in der Fachwerkinnenstadt
Gemütlich geht es in der Innenstadt Bad Urachs zu. Hier strahlen die Fachwerkhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert Ruhe aus. Ein Rundgang durch die ehemalige Residenzstadt zum Residenzschloss, der Stiftskirche St. Amandus und über den Marktplatz lohnt auf jeden Fall. So weltoffen die Schwaben sind, kulinarisch bleiben sie auch gerne unter sich und verwenden viele Produkte aus der Region. So kommen in den Gaststätten Alblamm oder Ablinsen mit Spätzle auf den Tisch und natürlich dürfen Zwiebelrostbraten und Maul-taschen nicht fehlen.
Residenzschloss Urach
Das Residenzschloss ist eines der wenigen erhalten spätmittelalterlichen Schlösser im Land. Graf Eberhard im Bart, erster Herzog von Württemberg, wurde hier geboren und residierte hier mit seiner italienischen Gemahlin Barbara Gonzaga di Mantova bis zum Umzug nach Stuttgart 1482.
Es sind dort landes- und kunstgeschichtlich interessante Innenräume zu sehen. Die spätgotische Dürnitz im Erdgeschoss, im ersten Obergeschoß der Palmensaal mit der Ahnenprobe des Grafen Eberhard V. von Württemberg sowie der barocke Weiße Saal und im zweiten Obergeschoss der Goldene Saal aus der Renaissance.
Eine Besonderheit befindet sich im dritten Stock, des mit einem Aufzug erschlossenen Gebäudes: Die Ausstellung von zweiundzwanzig prachtvoll geschnitzten und vergoldeten Prunkschlitten aus dem Bestand des Württembergischen Landesmuseums Stuttgart. Diese erinnern an die glanzvolle Hofhaltung des württembergischen Barock-Herzogs Carl Eugen (1744 – 1793).
Eine durch das ganze Gebäude führende Bilderleiste informiert über die Landes- und Hausgeschichte.
Bei der Führung durch das Residenzschloss erfahren die Gäste Wissenswertes zur Geschichte der ehemaligen Residenzstadt der Grafen von Württemberg-Urach und zu Graf Eberhard im Bart. Außerdem erhalten sie einen allgemeinen Überblick über die Geschichte Bad Urachs. Das Schloss ist barrierefrei und bietet Sitzgelegenheiten zwischendurch an.
April bis 31. Oktober: Di – So und Feiertage um 14.30 Uhr
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr
Erwachsene 4,00 Euro – ermäßigt 2,00 Euro
Erwachsene mit Führung 5,00 Euro - ermäßigt mit Führung 2,50 Euro
Schlossverwaltung
Bismarckstr. 18
72574 Bad Urach
Telefon: 07125 158490
www.schloss-urach.de
Und dann vielleicht noch zum Wasserfall (frei zugänglich und immer offen)
Der Wasserfall ist vom Wanderparkplatz P 23 gut zu erreichen. Der ebene Weg führt
ca. 2 km entlang des Brühlbachs.
Wenn man im Maisental dem murmelnden Brühlbach bis zum Ende des Tals folgt, zeigt sich eines der schönsten Naturschauspiele der Schwäbischen Alb: den Uracher Wasserfall. Das Wasser stürzt hier aus 37 Metern über eine Tuffsteinkante ins Tal.
Wie viel Wasser der Wasserfall führt, ist abhängig von der Niederschlagsmenge der vergangenen Tage oder der Schneeschmelz. So können es zwischen 70 und 420 Liter in der Sekunde sein. Der Ursprung des Wasserfalls ist eine Karstquelle, die einige hundert Meter vom Wasserfall entfernt entspringt.
Besonders schön am Wasserfall ist, dass man sich ihn aus verschiedenen Perspektiven anschauen kann. Von unten ist zu sehen, wie das Wasser zunächst 37 Meter in die Tiefe stürzt und dann in Kaskaden weiter ins Tal fließt. Läuft man die steilen Stufen an der Seite des Falls hinauf, ergeben sich immer wieder neue Eindrücke dieses Naturschauspiels. Oben auf der Hochwiese angekommen kann man von einer Brücke über dem Fall sehen, wie das Wasser über die Tuffsteinkante fällt.
Und ein Muss ist auch das Speisecafe Schlössle, etwas kitschig aber sehenswert!!

Einzigartiges Schlössle mit Café und Restaurant
Um ca. 1885 hat ein Stuttgarter Arzt das Schlössle hinter Bad Urach im Ermstal bauen lassen und für sich und Gäste genutzt. Seit 1970 ist es ein Café/ Restaurant in dem auch Promis sich sehen ließen und lassen, z.B. Die „Fantastischen Vier“ oder "Blacky" Fuchsberger und aktuellere.

Das Gebäude nebst Garten ist alt aber tadellos und liebevoll gepflegt und sehenswert. Es ist an den Berghang gebaut. Baugeschichtlich interessant ist das Tuffstein Gebäude auch wegen seiner wirklich zentralen Zentralheizung die bei quadratischem Gebäudegrundriss genau in der Mitte von vier quadratischen Zimmern ist.

Es gibt oftmals sehr empfehlenswerte frische Marmeladen und selbst gebackenes Brot zu kaufen.

Zu Café und Kuchen ist der Eierlikör-Apfelkuchen oder die Schwarzwälder Kirschtorte zu empfehlen; zum Essen Forelle oder Forellenfilet oder den Schwäbischen Zwiebelrostbraten mit Dinkelspätzle.

Wiesentalstr. 26
72574 Bad Urach
Telefon: 07381 3120


4.4 Tagesfahrt nach Bad Boll „Entdecken wir die schönsten Plätze im Wunderbad“
Das Heilbad am Albtrauf ist schon seit dem Jahr 1600 ein beliebtes Ziel für Gäste, die Erholung und Genesung suchen. Erleben wir die Vielfalt aus Geschichte und Gegenwart, die Bad Boll zu bieten hat.
Bekannt wurde Bad Boll durch den Bau des Kurhauses um das Jahr 1600 und Johann Christoph Blumhardt, der es 250 Jahre später vom württembergischen König erwarb. Eine Führung zu den Stätten seines Wirkens mit interessanten Geschichten geht auf den besonderen Geist dieses charismatischen Theologen ein. Bei einem Spaziergang durch die alte Kuranlage mit Brunnenstube, Wandelhalle und einem weitläufigen Park erfährt man mehr über die Historie des Kurorts. Vom „Tempele“ hat man einen wunderbaren Blick über das Filstal auf die drei Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen.
• Geschichte: Vom mittelalterlichen Bad zur modernen Rehaklinik
• Fossilienfunde: Geheimnisse aus dem Untergrund
• Blumhardt: Die Zeit des „Wunderpfarrers“ in Bad Boll
• Literatursalon: Wie der junge Hermann Hesse Bad Boll erlebte
• Schöne Aussicht: Über den Mostbirnenlehrpfad zum „Tempele“
• Naturerlebnispfad: Die originellen Stationen des „Sinneswandel“
• Nach Wunsch: Gemütlicher Spaziergang oder sportliche Wanderung
WALA Heilpflanzengarten Bad Boll
Dorfstraße 1, 73087 Bad Boll
Einen Heilpflanzengarten auf dem schweren Lehmboden am Rand der Schwäbischen Alb?
Die Bauern Eckwäldens schauten recht ungläubig, als die WALA Ende der 1950er Jahren für ihr neues Vorhaben ein Stück Land suchte. Rudolf Hauschka erwarb eine sumpfige Wiese direkt hinter dem Bauland für das neue Firmengebäude, das die Gärtner seitdem mit biologisch-dynamischen Methoden bewirtschaften.

Nach vielen Jahren intensiver Bodenpflege wurde die Erde feinkrümelig und lässt sich nun gut bearbeiten. Die Gärtner kultivieren heute mehr als 150 verschiedene Heilpflanzen für die Herstellung der WALA Präparate auf den inzwischen 4,5 Hektar umfassenden Flächen. Zwischen Seerosenteich, Bachlauf, Bienenstöcken, Blumenwiesen und Wäldchen fühlen sich Libelle, Kröte und Feuersalamander zuhause.
WALA Heilmittel GmbH
Dorfstraße 1
73087 Bad Boll
Telefon: 07164 93 00
www.wala.de


4.5 Das Urweltmuseum Hauff in Holzmaden, immer eine Fahrt wert
Den Grundstein für das Urweltmuseum Hauff legte Bernhard Hauff sen. mit seinen ersten Fossilfunden, die er schon vor 1900 für seine damalige Sammlung präparierte. In den Jahren 1936 – 37 entstand so aus seiner privaten Sammlung das erste Museum Hauff. Mit dem Neubau des heutigen Museums in den Jahren 1967 – 71 und der Erweiterung im Jahr 1993 stehen rund 1000 qm Ausstellungsfläche zur Verfügung. Deutschlands größtes privates Naturkundemuseum beherbergt die besterhaltenen und spektakulärsten Funde, die in den letzten 150 Jahren in Holzmaden, Ohmden und Umgebung entdeckt wurden. Das eindrucksvollste Präparat dieser Ausstellung ist die mit über 100 m² weltweit größte Seelilienkolonie. Rolf Bernhard Hauff leitet das Museum bereits in der dritten Generation.
Dienstag bis Sonntag 9.00 - 17.00 Uhr
Urweltmuseum Hauff
Aichelberger Straße 90
73271 Holzmaden
Telefon: 07023 2873
www.urweltmuseum.de
4.6 Baustellenbesichtigung der Filstalbrücke an der Neubaustrecke Stuttgart – Ulm
Nur sieben Sekunden braucht später der ICE über die Filstalbrücken. 485 Meter in 85 Meter Höhe werden dann überquert. Die Führung führt uns mit dem Bus vom Parkplatz am Rathaus in Mühlhausen i. Täle erst zum Fuß der Filstalbrücke und dann in luftige Höhe bis an das Widerlager und das Portal Buch des von Aichelberg kommenden Boßlertunnels. (Derzeit keine Besichtigung des Tunnels) Hier gehen Hoch- und Tiefbau Hand in Hand.

Schwingen wir uns freitags um 14 Uhr oder sonntags um 10 Uhr in die luftige Höhe. Ob als Gruppe oder Einzelperson, ein Bus und unser Guide bringen alle an die verschiedenen Punkte auf der Baustelle. Die Gruppengröße beträgt maximal 15 Personen. Kosten 14 Euro pro
Person (ermäßigt 12 Euro). Gruppen unter 10 Personen zahlen einen Pauschalpreis von 140 Euro.
Alternativ zum Fildertunnel
Fast 10 Kilometer wird er lang sein und damit der drittlängste Eisenbahntunnel Deutschlands: der Fildertunnel. Hier hat man die Chance, dieses Bauwerk bei einer Fahrt ins Innere des Tunnels zu erleben. Los geht’s direkt auf der Baustelle in Stuttgart-Fasanenhof. Über vier Kilometer tief im Berg sind die Besucher mitten drin im Geschehen und sehen, wo die Mineure sich Meter für Meter vorarbeiten. Wer weiß noch nicht, was ein Tübbing ist? Nach dieser Tour weiß man‘s… und noch vieles mehr!

Immer wieder sonntags um 14.00 Uhr startet die offene Führung für Einzelpersonen und Kleingruppen. Gruppenführungen mit maximal 9 Personen sind ebenfalls samstags und sonntags möglich. Kosten 20 Euro pro Person (ermäßigt 18 Euro). Dauer ca. 3 Stunden. Die Tour stellt besondere Anforderungen an die körperliche Verfassung der Teilnehmer.

5. Es beginnt wieder die Wanderzeit:


5.1 Wie wär’s mit der Märzenbecherblüte im Eselsburger Tal? Vielleicht dieses Mal auf einer anderen Route?


5.2 Tagesfahrt zur Apfelblüte auf den Ermstalobstweg bei Münsingen
Von der Quelle bis zur Mündung lädt das ausgebaute Rad- und Wanderwegenetz entlang der Erms zum erholsamen Erkunden dieser einzigartigen Landschaft ein.
• Ausgedehnte Streuobstwiesen mit einigen hunderttausend Obstbäumen verwandeln das Ermstal im Frühling in ein bezauberndes Blütenmeer.
• Landschaftliche Besonderheiten wie die Trailfinger Schlucht, den Uracher Wasserfall oder den Runden Berg bei Bad Urach mit einer bedeutsamen keltischen Festungsanlage.
• Sympthische Ortschaften mit alten, historischen Ortskernen, gemütliche Fachwerk-häuser, idyllische Gastwirtschaften mit Speisen aus regionalen Erzeugnissen.
Und weiter zum Arboretum / Exotenwald
Das Arboretum im Florianwald Metzingen ist vom Waldspielplatz Grafenberg in einem etwa 5 min. Fußweg gut zu erreichen und unbedingt empfehlenswert. Der auf kleinster Fläche befindliche botanische Garten mit einer Sammlung von ca. 140 verschiedenen Baumarten aus aller Welt ist im Frühling besonders sehenswert. Es ist ein Kleinod, der Sie auf verschlungenen Wegen in einen exotischen Märchenwald entrückt.

Nähere Informationen bei der Revierförsterstelle Grafenberg oder dem Kreisforstamt Münsingen:
Schlosshof 4
72525 Münsingen
forstamt@kreis-reutlingen.de
Telefon: 0 73 81 93 97-73 21


5.3 Tagesfahrt zum ehemaligen Münsinger Truppenübungsplatz
(frei zugänglich und immer geöffnet)
Es gibt auch geführte Touren auf dem Truppenübungsplatz Münsingen in der Saison April bis Oktober.
Entdecken wir den Truppenübungsplatz mit einer Landschaftsführung. Auf speziellen, zum Teil sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Wegen, bieten die Münsinger TrÜP-Guides im Münsinger Hardt Touren für Wanderer, Radfahrer oder auch für Busgruppen an. Egal ob man einfach nur die faszinierende Landschaft entdecken und genießen will oder sich für Fauna, Flora, die kulturhistorische oder militärische Geschichte des Geländes interessiert, es ist für jeden etwas dabei.
Museum im Alten Lager
Der 1895 gegründete Truppenübungsplatz Münsingen wurde ab 1937 erweitert und als Heeresgutsbezirk 1942 aus dem Gemeindeverband herausgelöst. 2005 endete die militärische Nutzung des Platzes.
albgut hat den Gesamtkomplex Altes Lager aus seinem jahrelangen Dornröschenschlaf geweckt und führt ihn nun erstmals einer rein zivilen, weitgehend autofreien Nutzung zu. Wo man einst das Geschirr der Kavalleriepferde beim Schritt über die Pflastersteine klappern hörte, wo früher die Offiziere im Militärcasino rauschende Feste feierten oder einfache Soldaten in ihren bescheidenen Unterkünften hausten, entsteht heute mit Fingerspitzengefühl und Respekt vor der Geschichte diese einzigartige Projekt: albgut – ein Land vor hundert Jahren entführt uns in eine scheinbar längst vergangene Welt, die es behutsam in die Zukunft entwickelt.
Einiges ist heute schon nutzbar: Das Württemberg Palais - ehemals Casino für Hochzeiten und Firmenevents, die Getreidespeicher für Messen, wie z.B. „schön und gut“. albgut schafft in den nächsten Jahren Übernachtungsmöglichkeiten, gläserne Produktionen, Räume für Kunst und Musik, für Museen und Gastronomie.
Führungen über das Gelände und durch das Museum können ab 10 Personen durchgeführt werden. Die Führungen werden durch Mitglieder der Traditionsgemeinschaft Truppen-Übungsplatz Münsingen e.V. durchgeführt.
Die Führungen dauern ca. 1,5 bis 2 Stunden, der Unkostenbeitrag beträgt 4.- €/Person.
Führungen ohne Anmeldung finden statt an jedem 3. Sonntag in den Monaten April – Oktober: Beginn 10:00 und 13:45 Uhr. Treffpunkt ist jeweils beim Biosphärenzentrum, Von der Osten Straße 4 in 72525 Münsingen.
Anmeldung und weitere Infos:
albgut GmbH
Verwaltung - Altes Lager OF1
Münsingen - Auingen
Telefon: 07381/932732872525
www.albgut.de

5.4 Ein Teilstück auf dem 19 km langen Schwedenweg
Der Zielwanderweg von Bopfingen nach Nördlingen erinnert an den Marsch des schwedisch-protestantischen Heeres vom Breitwang in Richtung Albuch am 5. September 1634. Entlang des Wegeverlaufs informieren fünf Infotafeln über geschichtliche Zusammenhänge, über die Truppenstärke und die einzelnen Bestandteile einer Armee des 17. Jahrhunderts sowie über den Verlauf der denkwürdigen Schlacht auf dem Albuch am 6. September 1634.
• Wanderweg, teilweise auch auf naturnahen, pfadigen Wegstrecken, mit Steigungen, aber mit gutem Schuhwerk problemlos zu begehen.
• mit mäßigen Steigungen (hügelig)
• überwiegend auf eigener Trasse, abseits des motorisierten Verkehrs
• teilweise auf wenig befahrenen Nebenstraßen
• gute Fahrbahndecke (Asphalt und gute wassergebundene Fahrbahnoberflächen)
• zum Teil Wirtschafts- und Forstwege mit teilweise grober Fahrbahndecke bzw. Wiesenwegen
• einfache Beschilderung

Es ist angerichtet, viel Spaß bei der Auswahl.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr F. Heigl

 

© Stadt-Seniorenrat Aalen 28.03.2018 21:23
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