Dem Elixier des Lebens in Bad Liebenzell auf der Spur

Wasser Das Wassermuseum macht das Element auf spannende Weise anschaulich.
  • Im Wassermuseum in Bad Liebenzell können große und kleine Besucher auch eine beeindruckende Wirbelsimulation bestaunen. Foto: Annette Frühauf

Christof Grosse erklärt: „Wir zeigen Wasser in all seiner Gegensätzlichkeit.“ Er ist einer von 20 Mitgliedern des Trägervereins, die vor rund zwei Jahren die denkmalgeschützte Mühle kauften, um dem lebenswichtigen Element eine Ausstellung zu widmen. Der Wasserfreund dreht am Hebel der Wirbelsimulation. Im Glas bildet sich ein Strudel, der die Form eines Tornados hat. Sie verändert sich durch die Stärke des Sogs des Abflusses und die Menge der eingeblasenen Luft. Das Gebilde hat etwas besonders Ästhetisches, es sieht aus wie ein schön gedrehtes Schneckenhaus.

Natürliches Verhalten

„Wasser nimmt niemals den geraden Weg, sondern schlängelt sich durch die Landschaft oder an Fensterscheiben hinunter“, sagt Grosse, der mit ganz viel Herzblut von Raum zu Raum führt und mit seinen sehr anschaulichen Beispielen die Neugier der jungen und älteren Besucher weckt. Er zeigt auch, dass die natürlichen Verhaltensweisen des Wassers, zu wirbeln und in Schlangenlinien zu fließen (mäandern), nicht zu den vielen begradigten Wasserläufen passt. Die dadurch erhöhte Fließgeschwindigkeit führt schnell zu Hochwasser und zur Minderung der Wasserqualität. Denn ohne diese Verwirbelung funktioniert die Selbstreinigung des Wassers nicht mehr so gut.

So fand Viktor Schauberger, ein Naturphilosoph und Erfinder, bereits vor über 100 Jahren heraus, dass Wasser in geradlinigen Rohren an Energie verliert und schal wird. Die Besucher dürfen natürlich auch selbst Hand anlegen und beispielsweise die Oberfläche der Wasserklangschale zum Hüpfen und Tanzen bringen – jeder kreiert durch Reibung an den Schalengriffen ganz andere Klangbilder. Nachdenklich stimmt die „Müllkomposition“ – ein Quadratmeter Müll, der in weniger als drei Minuten aus einem Seitenarm des Altrheins zusammengesammelt wurde. Annette Frühauf

© Gmünder Tagespost 09.03.2018 16:16
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