Agnes Pahlers Gartentipps

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    Pahler
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Pilz am Fächerahorn
Ihr Fächerahorn leidet an der Rotpustelkrankheit. Ist das Gewächs noch zu retten, fragt eine Leserin.
AGNES PAHLER: Bei der Rotpustelkrankheit handelt es sich um einen ernsthaften Befall. Der Pilz verstopft die Leitbahnen und scheidet toxische Stoffe aus, das Gehölz kann völlig zusammenbrechen. Der Befall geht leicht auf Beerensträucher und Obstbäume über, er kann daher viele Gehölze im Garten zerstören. Fällen muss man den betroffenen Fächerahorn dennoch nicht gleich.

Wichtig ist eine starker Rückschnitt, bis ins gesunde Holz, sonst setzt sich der Befall gleich wieder fort. Ist folglich der Stamm schon befallen, scheint der ganze Baum oft schon verloren. Geschnitten wird bei trockener Witterung und Windstille, um das Risiko weiterer Infektionen gering zu halten. Das Schnittgut muss sofort aus dem Garten entfernt werden, es darf nicht auf den Gartenkompost kommen. Damit sich der Fächerahorn erholt, muss man ihn in den nächsten drei Jahren vor Stress schützen, man muss Austrocknung ebenso wie Staunässe vermeiden. Der Baum braucht eine gute Kaliumversorgung, aber höchstens vorsichtige Stickstoffdüngung. Am besten schützt ihn eine Kompostgabe (jährlich drei Liter Kompost leicht in die Erde unter der Krone einarbeiten). Verletzungen der Rinde muss man vermeiden. Es stehen übrigens keine Pflanzenschutzmittel für die Bekämpfung zur Verfügung.

© Gmünder Tagespost 16.02.2018 15:28
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