Agnes Pahlers Gartentipps

  • Expertin Agnes
    Pahler
    beantwortet Ihre Fragen.
  • Eine Pfingsrose in voller Pracht. Foto: pixabay

Manchmal ist auch der erfahrendste Hobbygärtner mit seinem Latein am Ende. Haben Sie Fragen, schreiben Sie uns. Haben SIe einen tollen Gartentipp, wir geben ihn gerne weiter.



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Krusten an Magnolienästen
Die Magnolie von Monika Roth aus Fürstenwalde blüht wundervoll, doch auf den Ästen bilden sich merkwürdige graue und gelbe Krusten.
AGNES PAHLER: Auf der Rinde haben sich Flechten ausgebreitet. Diese Lebensgemeinschaften aus Bakterien und Algen wachsen nur auf der Oberfläche. Sie entwickeln sich auf der Borke und dringen nicht tiefer ein, dadurch schädigen sie das Gehölz nicht. Flechten zeigen an, dass die Luft in der Umgebung recht sauber ist, aber dennoch sollte man den Baum beobachten: Wenn sich Flechten bilden, heißt das, dass das Gehölz nicht mehr zügig wächst. Daher ist Flechtenbewuchs auf alten Bäumen oder Sträuchern normal.


Pfingstrose: Knospen welken
Die Pfingstrose von Annemarie Rostan aus Ulm treibt jedes Jahr üppiges Laub und zahlreiche Blütenknospen. Doch es blühen nur vier oder fünf Blüten auf, die anderen Knospen welken. Was fehlt der Pflanze?
AGNES PAHLER: Es kommen verschiedene Pilzkrankheiten in Frage, die in der Pflanze leben und die Entwicklung der Blüten verhindern. Auch ein Befall durch winzige Fadenwürmer ist möglich. Gegen solche Krankheiten und Schädlinge kann man kaum etwas unternehmen. Man sollte aber alle kranken Blätter und alle erkrankten Triebe ausschneiden und aus dem Garten entfernen. Man muss zudem die Wachstumsbedingungen für die Pfingstrosen so günstig wie möglich halten: Sie wollen einen halbwegs sonnigen Platz, der Boden darf nie völlig austrocknen. Keinesfalls darf man zu hohe Mengen an Stickstoff geben, besser man harkt im Frühjahr zwei Liter Kompost pro Pflanze ein und düngt im Frühjahr zweimal mit kaliumreichem Blütendünger.

© Gmünder Tagespost 18.05.2018 16:22
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