Der Partner der Rosen

Frühling Neben der stolzen Rose bestehen nicht viele Pflanzen – das Veilchen aber schon. Auch beim Duft kann es mithalten.

Vom Duftveilchen (Viola odorata) gibt es eine Vielzahl Sorten in Weiß, Gelb, Rosa, Lila und Violett. Aber nur die blau blühenden Sorten duften, erläutert Dieter Gaissmayer, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Gartenkultur aus Illertissen (Bayern).

Dass Veilchen keine Tiefwurzler sind, mache sie überdies zu den idealen Partnern der Rose. Denn in den ersten Frühlingswochen macht die Königin der Blumen noch wenig her, dann können die Veilchen ihre Blütenfarben und den Duft sehr gut wirken lassen.

Ab Mai ist dann das Blattwerk der Rosen so stark entfaltet, dass sich eine Beschattung für die Veilchen ergibt – was dann ebenfalls ideal ist. Gleichzeitig ist der Boden um die Rosen durch die Pflanzendecke geschützt, so dass die Verdunstung reduziert, die Austrocknung verringert und die Verbreitung von Unkraut verhindert werden.

Zierende Duftwolken

Eine im Jahr früh blühende Variante ist das Parma-Veilchen (Viola suavis).

Zu Zeiten Napoleons trugen die Damen kleine Sträußchen am Körper, quasi als zierende Duftwolke. Dieses Veilchen verschwand danach aber von der Bildfläche, weil es krank wurde. Inzwischen haben es Gärtner nun geschafft, wieder gesunde Pflanzen zu ziehen.

Allerdings ist das Parma-Veilchen nicht winterhart. Gaissmayer empfiehlt es als Unterpflanzung für Hochstammrosen im Kübel, die die kalte Jahreszeit in einem kühlen Wintergarten überdauern. dpa

© Gmünder Tagespost 16.03.2018 13:02
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