Schaden besser sofort melden

Versicherung Wer seine Kfz-Versicherung nach einem Schadensfall zu spät informiert, kann auf den Kosten sitzen bleiben.

Wer seine Kfz-Versicherung nach einem Schadensfall zu spät informiert, kann auf den Kosten sitzen bleiben. Das ergibt sich aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm, auf das die Rechtsanwaltskammer Oldenburg hinweist (Az.: 20 U 42/17).

Ein Porschefahrer hatte sein Auto am Straßenrand abgestellt. Vor dem Losfahren registrierte er einen Schaden an der Fahrerseite. Und er fand einen Zettel mit einem Namen und einer Handynummer. Einen Monat später ließ er den Schaden begutachten und für etwa 5600 Euro reparieren.

Das teilte er aber seiner Versicherung zunächst nicht mit. Er selbst wollte den Verursacher ausfindig machen und an diesen seine Forderungen richten. Das sei aber nicht gelungen. Daher meldete er sich ein halbes Jahr nach dem Vorfall bei seiner Versicherung. Die aber wollte nicht zahlen, da der Mann vorsätzlich die Bedingungen missachtet habe.

Das Gericht sah das ebenso. Der Mann hätte laut Vertrag jeden Schaden binnen einer Woche melden müssen. Und zwar unabhängig davon, ob er Leistungen nutzen wolle oder nicht. Das soll dafür sorgen, dass die Versicherung eigene Ermittlungen anstellen könne, falls sie in Anspruch genommen wird. Auch das Gutachten half dem Mann nicht weiter. Denn es sei fehlerhaft gewesen und enthielt keine Bestätigung darüber, dass der Schaden fachgerecht repariert worden sei. dpa

© Gmünder Tagespost 19.01.2018 18:07
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