Sicher mit dem Anhänger unterwegs

Ratgeber Egal ob Wohnwagen, Pferdetransporter oder Bootsanhänger: Nach einer längeren Standzeit des Gefährts sollten Besitzer vor der Fahrt die Technik und die Bereifung prüfen.
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Das Gefühl der großen Freiheit genießen, nach Lust und Laune von einem Ort zum anderen wechseln und dabei die eigene Ferienwohnung immer dabei haben: Caravaning liegt im Trend und Wohnwagen werden immer größer und immer komfortabler ausgestattet.

Vor der Fahrt in die Ferien steht allerdings eine Pflichtaufgabe als ein „Muss“ auf dem Programm. Die Technik des Anhängers sollte gründlich überprüft werden, bis hin zur Bereifung. Das gilt ganz besonders nach längeren Standzeiten.

Viele Caravan-Besitzer sind nur ein- oder zweimal im Jahr mit ihrem Anhänger auf großer Fahrt. Lange Standzeiten allerdings bekommen den Reifen nicht gut. „Ein gründlicher Check der Bereifung vor der Urlaubsfahrt sollte daher selbstverständlich sein, damit Standschäden oder aber ein schleichender Luftverlust den Urlaubsplänen nicht einen Strich durch die Rechnung machen“, sagt Thierry Delesalle vom Onlineshop ReifenDirekt.de.

Eine Routineprüfung

Zum Routineprogramm gehört es, die Reifen auf sichtbare Schäden zu überprüfen, den Reifenfülldruck in kaltem Zustand zu messen und bei Bedarf anzupassen sowie auch noch die Profiltiefe zu kontrollieren. Mindestens 1,6 Millimeter schreibt der Gesetzgeber vor, empfehlenswert ist ein Wechsel von Sommerreifen aber bereits bei einem Restprofil von drei Millimetern. Gerade bei eher selten bewegten Wohnwagen dauert es Jahre, bis das Profil so weit abgefahren ist – vorher haben die Reifen häufig bereits ihr „Haltbarkeitsdatum“ erreicht.

„Ganz gleich wie viel Profil die Reifen am Anhänger noch aufweisen, spätestens nach sechs Jahren der Nutzung sollten sie in jedem Fall erneuert werden“, rät Delesalle. Das gelte für Wohnwagen ebenso wie für Pferdetransporter, Bootsanhänger oder andere Pkw-Anhänger. Um die Reifen am Wohnwagen zu schonen, sollte der Caravan-Fan sie vor direkter Sonneneinstrahlung schützen – oft genügen dafür schon simple Pappen. Ein Tipp noch für das Winterlager: Um Standschäden an den Reifen zu vermeiden, kann es sinnvoll sein, den Wohnwagen bei längeren Ruhepausen aufzubocken.

Weitere wichtige Aspekte

Wenn die Technik intakt und die Reifen in einem guten, gepflegten Zustand sind, steht dem Urlaubsvergnügen dann nichts mehr im Wege. Auf zwei wichtige Sicherheitsaspekte sollte der jeweilige Wohnwagen-Besitzer allerdings noch achten. In jedem Fall ist ein Überladen des Anhängers zu vermeiden – dazu einfach auf die Anhängerlast des Autos und der Anhängerkupplung sowie auf die maximale Zuladung des Anhängers achten. Ebenso wichtig für die eigene Sicherheit ist es außerdem, die vorgeschriebene Stützlast einzuhalten. djd

© Gmünder Tagespost 13.04.2018 16:25
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