Augen auf bei der Gartenarbeit

Unfallgefahr Leitersturz oder Tritt in den Rechen: Beim Werken im Garten ist Vorsicht geboten
Mehr als 200 000 Unfälle passieren pro Jahr in Deutschland bei der Gartenarbeit, so die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Fast die Hälfte davon sind Verletzungen mit scharfen oder spitzen Gegenständen, gefolgt von Stürzen von Leitern bei der Baumpflege oder Obsternte.
Gefährlich sind achtlos herumliegende Gartengeräte, schnell bohren sich die Spitzen eines Rechens durch die Flip-Flops in den Fuß. „Um ernsthafte Verletzungen zu vermeiden, sollten Kultivatoren, Harken und andere scharfe oder spitze Werkzeuge gut sichtbar und möglichst außerhalb der Reichweite von Kindern abgestellt werden“, raten Stephan Schweda, ein Sprecher des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und Dr. Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion Das Sichere Haus (DSH), in einer Presseerklärung. Feste, geschlossene Schuhe mit Profilsohle sind ein Verletzungshemmer.
Besondere Vorsicht ist beim Umgang mit motorbetriebenen Geräten wie Heckenscheren, Rasenmäher, Kettensägen oder Häckslern geboten. Bei unsachgemäßem Gebrauch ist die Verletzungsgefahr besonders hoch. Vor der ersten Inbetriebnahme ist das Lesen der Gebrauchsanweisung Pflicht – nicht zuletzt, um zu erfahren, welche Schutzausrüstung notwendig ist. „Vergewissern Sie sich außerdem, dass die Sicherheitsvorrichtungen an den Maschinen intakt und vollständig sind“, raten GDV und DSH. Die Trittleiter aus der Küche ist für Arbeiten im Garten in der Regel ungeeignet. Stabiler ist eine Leiter mit Bodentraverse. Sie bietet sicheren Stand und vermindert die Kippgefahr. ots
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© Gmünder Tagespost 22.07.2016 15:49
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