Agnes Pahlers Gartentipps

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    Expertin Agnes Pahler beantwortet Leserfragen
Narrentaschen am Baum
Öfter schon trat am Pflaumenbaum von Manfred Götz die Narrentaschenkrankheit auf. Ist der Schaden, der mit großem Ernteverlust einhergeht, vermeidbar?
AGNES PAHLER: Bei einem Befall entwickeln sich schon ab Mai unnatürlich große, flache Pflaumen, die sogenannten Narrentaschen. Wichtig ist es, möglichst bald die betroffenen Früchte auszupflücken und zu entsorgen. Ein starker Sommerschnitt senkt den Befall im Folgejahr. Im nächsten Jahr kann man den Pflaumenbaum ab dem Knospenschwellen dreimal mit Pflanzenstärkungsmitteln wie etwa „Neudo-Vital Obst-Pilzschutz“ behandeln, um die Widerstandsfähigkeit gegen die Krankheit zu stärken. Eine spätere Bekämpfung der Krankheit ist zum Zeitpunkt der Fruchtbildung nicht mehr möglich.

Stachelbeeren im Stress
Die Stachelbeeren von Anita Schwab werfen in Hitzeperioden immer alle Früchte ab. Gibt es weniger empfindliche Sorten?
AGNES PAHLER: Die Sträucher kann man vor Überhitzung schützen, indem man den Boden bedeckt hält. Man kann eine niedrig wachsende Gründüngung einsäen, etwa Perserklee, oder man bringt eine Mulchschicht aus organischem Material auf. Dies verlangsamt die Verdunstung aus dem Boden, die Erde bleibt länger feucht, dann halten die Pflanzen Hitze besser aus. Zu den widerstandsfähigsten Stachelbeersorten rechnet die bayerische Versuchsanstalt Veitshöchheim die Sorten „Remarka“ und „Redeva“.

Manchmal ist auch der erfahrendste Hobbygärtner mit seinem Latein am Ende
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© Gmünder Tagespost 02.09.2016 16:46
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