Agnes Pahlers Gartentipps

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    Expertin Agnes Pahler beantwortet Leserfragen.
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Manchmal ist auch der erfahrendste Hobbygärtner mit seinem Latein am Ende. Haben Sie Fragen, schreiben Sie uns. Haben SIe einen tollen Gartentipp, wir geben ihn gerne weiter.
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Raupen in den schönsten Äpflen In ihrem Garten hat Germana Reinle aus Utzmemmingen einen Delicius-Apfelbaum stehen, er ist schon ungefähr 40 Jahre alt. Viele Früchte daran sind wurmig, aber die schönsten Äpfel, jedes Jahr werden es immer mehr, faulen schon am Baum. AGNES PAHLER: Hier hat sich der Apfelwickler breit gemacht. Die Raupen des Kleinschmetterlings fressen sich in reifende Äpfel ein und entwickeln sich im Kernhaus. Unbedingt muss man alles Fallobst aufsammeln, damit man Larven beseitigt, die sonst wieder in die Baumkrone kriechen.
Sinnvoll ist es, rund um den Stamm in 20 Zentimeter über dem Boden im Juni einen Fanggürtel anzubringen. Man kann ihn aus Wellpappe, mit Leim bestrichen, selbst herstellen oder man kauft ihn. Im Fanggürtel verkriechen sich im Hochsommer die Raupen. Nach der Ernte nimmt man ihn ab, um ihn zu verbrennen. Insgesamt kommt es sehr darauf an, Vögel und Fledermäuse zu fördern, die den Schädling jagen. Tomaten fruchten kaum Familie Walter hatte selbst Tomatensamen abgenommen. Doch die selbst vermehrten Pflanzen bilden jetzt vor allem ungeheuer viel Blattmasse, aber enttäuschend wenig Tomaten. Woran liegt das? AGNES PAHLER: Will man eigenes Saatgut gewinnen, muss man sorgfältig darauf achten, das es zu keiner Fremdbestäubung durch andere Sorten kommt. Die Nachzucht kann nur mit samenechten Sorten gelingen, bei denen die Nachkommen wirklich aussehen wie die Elternpflanze. Bei Hybridpflanzen und bei einer Bestäubung durch eine andere Sorte werden die Gene jedoch neu gemischt. Daraus entsteht dann eine Pflanzengeneration mit anderen Eigenschaften. Oft sinkt die Befähigung zur Fruchtbildung und es entwickelt sich viel Laub.
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© Gmünder Tagespost 23.09.2016 17:15
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