Agnes Pahlers Gartentipps

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    Expertin Agnes Pahler beantwortet Leserfragen
Manchmal ist auch der erfahrendste Hobbygärtner mit seinem Latein am Ende. Haben Sie Fragen, schreiben Sie uns. Haben SIe einen tollen Gartentipp, wir geben ihn gerne weiter.


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73430 Aalen
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Fremde Pflanze im Saatgut
Im Saatgut bei Anneliese Fiebig aus Winterlingen kam eine merkwürdige Pflanze zum Vorschein. Was ist das?
AGNES PAHLER: Es handelt sich um den Schwarzen Nachtschatten. Diese Verwandte von Tomate und Kartoffeln kommt in unserer mitteleuropäischen Flora vor und ist ausgesprochen giftig. Vögel verbreiten die Samen, so dass der Schwarze Nachtschatten immer wieder auch in Gärten keimt. In gekauftem Saatgut können einzelne Körner als Verunreinigung vorkommen. Da Saatgut streng geprüft wird, treten Verunreinigungen selten auf, aber es kann sie geben.

Giftige Pflanzen kompostieren?
Ob sie Blätter und Zweige von giftigen Pflanzen wie Eibe und Oleander auf den Kompost geben kann, will Roswitha Balthasar wissen.
AGNES PAHLER: Von giftigen Pflanzeninhaltsstoffen geht nach der Kompostierung keine Gefahr mehr aus. Alle organischen Verbindungen werden bei der Rotte auseinandergebaut, in Moleküle zersetzt und neu zusammengefügt. Die früheren Verbindungen werden geknackt, es entstehen neue, langkettige Verbindungen, die Huminstoffe, mit anderen Eigenschaften als die Ausgangsverbindungen.

Orchideen mit Korkflecken
Die zwölf Orchideen von Erich Mak bekommen verkümmerte Blätter mit Korkflecken, die Stängel sterben ab und bilden keine Blüten mehr. Was tun?
AGNES PAHLER: Hier liegt kein Schädlings- oder Krankheitsbefall vor, sondern der Nährstoffhaushalt der Pflanzen ist gestört. Als Erstes sollte man in frisches Orchideensubstrat umtopfen, denn altes Substrat enthält zu viel Salze, was Orchideen nicht vertragen. Während der Wachstumszeit muss man die Pflanzen öfter befeuchten, darf sie aber nicht stark gießen. Am besten besprüht man sie täglich.
Günstig ist auch das kurze Eintauchen den ganzen Topfes in Wasser. Orchideen lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit, man stellt die Töpfe daher am besten über mit Kieselsteinen und Wasser gefüllte Schalen.

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© Gmünder Tagespost 20.10.2016 16:10
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