Frühling in Bildern: So gelingen perfekte Fotos von der Blütenpracht im Ostalbkreis

Im heimischen Garten, im Wald und am Wegesrand: Wo man auch hinblickt, in der ganzen Region blühen in den Frühlingsmonaten Blumen, Bäume und Büsche. Zwar sind schnelle Schnappschüsse der hiesigen Blütenpracht rasch gemacht, doch wer es mit der Pflanzenfotografie ernst meint, sollte einige Kniffe beachten. Wir geben Profi-Tipps und verraten, wie man die Blütenpracht perfekt festhält.

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    Foto: © flickr, Sunny M5, CC BY 2.0
Bildausschnitt definieren

Am Anfang jedes guten Pflanzenfotos stehen die genau Betrachtung des Motivs und das Festlegen des Bildausschnitts. Dabei sollte man sich überlegen, ob einzelne Blüten als Makroaufnahme eingefangen oder die Pflanze als Ganzes in den Fokus gerückt werden soll. Bei letzterer Möglichkeit gibt es ein entscheidendes Problem: Je nach Standort befinden sich leicht störende Elemente in der unmittelbaren Umgebung der Pflanze. Straßenschilder, Abfall am Wegesrand oder Zäune sind besonders störende Beispiele für solche Elemente. Selbst andere Pflanzen können leicht ablenken und das eigentliche Motiv verdecken. Daher sollte man sich zunächst überlegen, was das Foto wirklich zeigen soll und welche Elemente aus dem Bild verschwinden sollten. Am besten man betrachtet das Motiv aus mehreren Blickwinkeln und reduziert durch die Wahl der Perspektive die störenden Bildelemente auf ein Minimum. Nachträglich kann das Foto mit jedem gängigen Bildbearbeitungsprogramm auch zugeschnitten werden.

In der Makrofotografie ist dieses Problem weniger dringend: Hier spielen die Themen Schärfentiefe und Hintergrund dafür eine umso größere Rolle. Beeinflusst wird die Tiefenschärfe durch die Wahl der Blende: Wie in diesem Ratgeber erklärt, ist der scharfe Bereich bei einer Makroaufnahme "meist nur wenige Millimeter groß". Daher gilt es, den interessantesten Blickwinkel zu finden und diesen scharf zu stellen, da das Augenmerk des Betrachters so auf diesen Punkt gelenkt wird.

Technische Ausstattung

Besonders bei der Makrofotografie von Blüten und anderen kleineren Pflanzenteilen ist auch die verwendete Technik ein entscheidendes Kriterium für das Gelingen des Bildes: Ein Stativ und ein Makro-Objektiv sind obligatorisch. Doch beim Fotografieren von zarten Pflanzen wackeln nicht nur die Hände des Fotografen, auch der Wind kommt als Störfaktor dazu: Selbst ein sanftes Lüftchen kann Blumen leicht verwehen und das Foto unscharf machen. Dagegen helfen entweder professionelle Diffusorschirme oder selbst gebastelte Vorrichtungen zum Schutz vor dem Wind. Andere Hilfsmittel wie Klemmen oder dünne Bindfäden zum Fernhalten anderer Pflanzen können zudem die Sicht auf die Pflanze freilegen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Man sollte mit viel Fingerspitzengefühl vorgehen und die Pflanzen nicht beschädigen. In Naturschutzgebieten sind zudem noch weitere Auflagen zu beachten!

Der richtige Druck

Ist der perfekte Schnappschuss gelungen, geht es an die richtige Präsentation: Makroaufnahmen kommen vor allem als großflächige Drucke gut zur Geltung. Denkbar sind etwa Poster- oder Leinwanddrucke. Soll eine ganze Sammlung beispielsweise mit allen gefundenen Pflanzen erstellt werden, lohnt sich ein eigenes Fotobuch wie es bei Anbietern wie posterXXL leicht erstellt werden kann. So können die Aufnahmen ideal archiviert werden und zu Sammlungs- und/oder Studienzwecken übersichtlich gebunden werden. Dank der digitalen Zusammenstellung am PC ist längst auch kein mühseliges Kleben mehr nötig.

Bildrechte: Flickr Flower Sunny M5 CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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© Gmünder Tagespost 25.04.2017 16:53
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