Tipps für den Winter

Haus So schön die weiße Pracht auch ist – sobald Wege davon bedeckt sind, müssen Hauseigentümer und Mieter zur Schneeschaufel greifen. Was macht gute Ausrüstung aus?
  • 4b7e5346-9c6f-48bc-ae99-db6d9c0939e6.jpg
    Foto: Tobias Hase/dpa
  • 694fe79e-d0c7-4f52-a2cb-6ff403970644.jpg
    Streusalz taut vereiste Wege rasch auf. Die Nutzung ist in vielen Gemeinden aber wegen Umweltschutzbedenken verboten. Foto: Patrick Pleul/dpaZentralbild
Bei Eis und Schnee müssen Hauseigentümer ran – die weiße Pracht muss weg. Dafür brauchen sie eine ordentliche Schneeschaufel und geeignetes Streugut. Aber was macht gute Ausrüstung aus?


Aus welchem Material sollte eine Schneeschaufel bestehen?
Aluminium ist relativ leicht und korrosionsbeständig, verformt sich aber leichter als etwa Holz. Das ist das schwerste Material, gleichzeitig aber sehr robust. Kunststoff wiederum ist oft zu weich und verbiegt sich, wenn größere Schneemengen auf der Schaufel liegen – das ist vor allem bei günstigeren Produkten ein Problem, sagt Berthold Tempel vom Tüv Rheinland.


Was ist noch wichtig?
Der vordere Schaufelrand sollte verstärkt sein. Denn die Schaufeln schaben über den Boden und müssen Vereisungen wegkratzen können.


Wie sollte der Stiel beschaffen sein?
Er muss gut in der Hand liegen. Außerdem gilt: „Der Durchmesser sollte zur Größe der Hand passen“, sagt Tempel. Je größer die Hand, desto dicker sollte der Stiel sein. Beim Material bewähren sich die Holzsorten Esche und Fichte. Der Stiel darf gerade oder gebogen sein.

Welches Streumittel ist am besten?
Wenn die Schneeschicht hart ist und sich nicht mehr wegschaufeln lässt, müssen Hauseigentümer streuen. Am effektivsten ist Streusalz – es taut vereiste Wege rasch auf. Doch an vielen Orten dürfen Bewohner nicht mit Salzen streuen. Der Grund für die Verbote: Streusalze gelten als schädlich für Tiere, Pflanzen und Gewässer. Bei Tieren können sie zum Beispiel für entzündete Pfoten sorgen. Auch Autos und Häusern können Salze schaden: Bei Betonbauten greifen sie laut Umweltbundesamt (UBA) etwa die Eisenbewährung im Inneren an.
Was sind die besseren Alternativen zu Streusalz, die man verwenden sollte?
Das Umweltbundesamt rät zu abstumpfenden Streumitteln. Sie sorgen für Griffigkeit, indem sie sich mit Schnee und Eis verzahnen, haben aber keine abtauende Wirkung – also Kies, Sand oder Holzspäne. Ist der Schnee dann einmal weggetaut, kann man das Streumittel leicht aufkehren und gegebenenfalls sogar wiederverwenden. dpa

zurück
© Gmünder Tagespost 13.01.2017 17:06
Ist dieser Artikel lesenswert?
473 Leser
Kommentar schreiben
nach oben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.