A+++ ist das neue A

Haushalt Was früher richtig gut war, kann heute schon nicht mehr das Optimum sein. Energielabel können bei verschiedenen Hausgeräten unterschiedliche Bedeutung haben.
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    Foto: Florian Schuh/mag
Das Energielabel für Hausgeräte soll Kunden auf einen Blick zeigen, wie viel Strom ein Gerät verbraucht. Je grüner und weiter vorn im Alphabet das Gerät eingestuft ist, umso effizienter ist es.

Einst mit den Effizienzklassen A bis G gestartet, gibt es beim Energielabel mittlerweile auch die Klassen A+ bis A+++ – ziemlich unübersichtlich. „Besonders schwer zu verstehen ist für viele Verbraucher, dass A nicht unbedingt eine gute Energieeffizienzklasse ist“, sagt Elke Dünnhoff von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Auch irritierend: Die Kennzeichnung für die verschiedenen Produktgruppen ist nicht einheitlich. „Für Staubsauger ist A sehr gut, bei Waschmaschinen und Kühlschränken ist A für Neugeräte so schlecht, dass sie gar nicht mehr auf den Markt kommen dürfen.“

Um den Käufern die Orientierung etwas zu erleichtern, hat die HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung den aktuellen Stand bei den einzelnen Gerätegruppen zusammengestellt:

  • Waschmaschine: Die Hersteller dürfen nur noch Modelle in den höchsten Energieeffizienzklassen A+++ bis A+ auf den Markt bringen. A+++ verbraucht rund ein Viertel weniger Energie als A+. Geräte mit den Effizienzklassen A bis D sind energiehungrige Lagerware.
  • Wäschetrockner: Hier gelten die Klassen A+++ bis D. In die besten vier Klassen schaffen es nur Geräte mit Wärmepumpen. Sie verbrauchen bis zu 70 Prozent weniger Energie als herkömmliche Trockner.
  • Geschirrspüler: Grundsätzlich dürfen nur noch Modelle mit A+++ bis A+ in den Handel kommen. Zusätzlich zur Energieeffizienzklasse und dem Wasserverbrauch ist auf dem Energielabel von Geschirrspülern die Trocknungswirkung in den Klassen A bis G angegeben.
  • Staubsauger: Sie gibt es in den Klassen A bis G. Ab September 2017 dürfen nur noch Geräte mit den Klasse A+++ bis D in den Handel. Die Reinigungsklasse ist bei Staubsaugern fast genauso wichtig wie der Energieverbrauch. Denn diese gibt an, wie gut das Gerät Staub und Schmutzpartikel von Teppichböden und Hartböden.
  • Kühl- & Gefrierschränke: Nur die Klassen A+++ bis A+ dürfen neu in den Handel. Geräte mit den tieferen Klassen bis D dürfen noch abverkauft werden. Wer ein altes Gerät kauft, muss mit hohen Energiekosten rechnen. Schon in der oberen Kategorie sind die Unterschiede groß: Ein A+++-Gerät verbraucht etwa halb soviel Energie wie ein A+-Modell.
  • Backofen: Seit Januar 2015 reichen die Klassen auf dem Energielabel von A+++ bis D. B ist aber die schlechteste Klasse, die noch neu auf den Markt darf.
  • Dunstabzugshauben: Sie sind aktuell in die Energieeffizienzklassen A+ bis F eingeteilt. Besonders sparsame Geräte dürfen auch schon mit A++ ausgezeichnet werden. Wichtig sind aber auch Luftführungseffizienz, Beleuchtungseffizienz und Fettabscheidegrad – möglich sind A bis G – sowie die Geräuschentwicklung in Dezibel. dpa
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© Gmünder Tagespost 10.02.2017 16:11
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