Heiz-Tipps für den Winter

Wohnen Für angenehme Wärme in den Räumen: Heizung freimachen, Türen schließen und richtig Lüften.
  • Foto: Christin Klose/dpa-mag

Eine warme Wohnung ist vielen Menschen ihr Geld wert. Dabei lässt sich so mancher Euro Heizkosten einfach, ohne Aufwand und vor allem ohne Komfortverlust einsparen – wenn man diese einfachen Heiztipps umsetzt:

  • Temperatur runter: Experten wie zum Beispiel die Hessische Energiespar-Aktion empfehlen folgende Temperaturen in den Wohnräumen: In Küche und Wohnzimmer 20 Grad, im Badezimmer 21 Grad und im Schlafzimmer 14 bis 16 Grad. Das eine Grad hin oder her kann tatsächlich bares Geld wert sein: Ein Grand weniger kann bis zu sechs Prozent Energiekosten einsparen. Das Umweltbundesamt rät zu ähnlichen Temperaturen: 20 bis 22 Grad im Wohnraum, in der Küche aber reichten rund 18 Grad. Dafür könnten es im Schlafzimmer zum Wohlfühlen auch 17 bis 18 Grad sein. Ein Extra-Tipp: Nachts, wenn man unter der warmen Bettdecke liegt, die Temperatur noch weiter absenken. Vier bis fünf Grad können es in Wohn- und Arbeitsräumen gut sein – aber nicht mehr. Sonst verursacht das Wiederaufheizen am Morgen zu hohe Kosten.
    Es gibt aber noch einen weiteren guten Grund, warum man es mit dem vermeintlichen Sparen auch nicht übertreiben sollte: Dreht man die Heizung zu Hause tagsüber länger ab, zum Beispiel während der Arbeitszeit, kühlen die Außenwände auch ab. Das führt laut dem Bundesverband öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger zu einem unbehaglichen Raumgefühl. Und das lässt letztlich einen abends die Heizung höher aufdrehen, als es erforderlich wäre.
  • Heizkörper freihalten: Die Luft am Heizkörper muss im Raum zirkulieren können, nur dann kann sich die Wärme auch verteilen. Darauf weist das Umweltbundesamt hin. Daher zum Beginn der Heizperiode am besten prüfen, ob Möbel, Vorhänge oder sonstige Wohnaccessoires diese verdecken.
  • Stosslüften: Am besten klappt das mit dem Stoßlüften mehrmals am Tag bei ausgeschalteter Heizung, erklärt die Hessische Energiespar-Aktion. Die alte Luft – und mit ihr Feuchtigkeit und Gerüche – entweicht dabei vollständig innerhalb von fünf bis zehn Minuten durch das Öffnen von gegenüberliegenden Fenstern und Türen, so dass Durchzug entsteht.
    Wenn man hingegen durch gekippte Fenster lüftet, dauert der Luftaustausch nicht nur länger. Sondern die Wärme der Heizkörper wird in dieser Zeit auch nicht im Raum zirkulieren, sondern direkt zum Fenster entweichen. Zugleich kühlen beim langen Lüften die Wände und Fensterlaibungen aus – ihr Erwärmen frisst zusätzliche Heizenergie und wertvolle Euros.
  • Türen schließen: Offene Türen erlauben der warmen Luft die Zirkulation in kalte Räume. Klingt gut, ist aber eine schlechte Idee: Denn das kann wirklich hohe Folgekosten bedeuten. Die warme Luft transportiert auch Feuchtigkeit in das kühlere Zimmer, wo diese an den kalten Wänden kondensieren. Der Putz durchfeuchtet, Schimmelbildung ist möglich. dpa
© Gmünder Tagespost 03.11.2017 18:00
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