Wie man es Dieben schwer macht

Autodiebstahl Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Dennoch gibt es Tipps, was im Fall der Fälle zu tun ist und wie sich das Risiko eines Diebstahls verringern lässt.
  • Foto: Christin Klose/dpa-mag

Gestern Abend war es noch da, nun ist der vertraute Stellplatz leer. Das Auto ist verschwunden – da ist der erste Schreck meist groß. Doch was jetzt? Zunächst gilt es zu klären, ob das Auto wirklich gestohlen oder einfach nur abgeschleppt wurde. Dazu könne der Notruf 110 der Polizei genutzt werden, erklärt die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Die Polizei klärt den Sachverhalt. Liegt ein Diebstahl vor, sollten Betroffene sofort Anzeige erstatten.

Als Zweites informieren die Bestohlenen ihre Versicherung. Dort müsse man auch alle zugehörigen Papiere vorlegen, also Fahrzeugschein, Fahrzeugbrief und alle Schlüssel, die zum Auto gehören, erläutert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Den entstanden Schaden übernimmt die Teilkasko- respektive Vollkaskoversicherung. Auf den persönlichen Schadenfreiheitsrabatt habe ein Autodiebstahl keinen Einfluss.

Tipps gegen den Klau

Auch gibt es laut GDV keinen Automatismus hinsichtlich der Prämiengestaltung, sollte ein Autofahrer ein zweites Mal bestohlen werden. Die Diebstahlhäufigkeit eines Modells wirke sich in der Typklasse aus und die Zahl der Diebstähle innerhalb des Zulassungsbezirks in der Regionalklasse, erklärt der GDV.

Doch können Autofahrer einem Diebstahl vorbeugen? Die Polizeiliche Kriminalprävention und der GDV geben Tipps: Ein Diebstahl könne zwar nie und durch keine Technologie zu hundert Prozent ausgeschlossen werden. Denn die serienmäßigen Sicherungseinrichtungen seien für professionelle Autodiebe oft kein großes Problem.

Kombination ist wirkungsvoll

Als wirkungsvoll habe sich allerdings eine Kombination aus mechanischen und elektrischen Sicherungen erwiesen. Empfehlenswert: individuell eingebaute Sicherungen wie eine Gangschaltungssperre, eine Parkkralle oder eine Diebstahlwarnanlage. Aber die wichtigsten Tipps seien oft die einfachsten.

  • Das Auto immer abschließen, den Schlüssel nie stecken lassen und auch keinen Ersatzschlüssel im Auto zurücklassen.
  • Auch wer nur kurz das Auto verlässt, schließt alle Fenster, Türen oder das Cabriodach. Das Auto steht am sichersten in einer abschließbaren Garage oder auf einem nichtöffentlichen Parkplatz, ansonsten stets in gut beleuchteten und belebten Straßen.
  • Professionelle Autodiebe brechen auch in Häuser oder Wohnungen ein, um an Autoschlüssel zu gelangen. Daher sollte man diese nie etwa am Schlüsselbord im Flur oder offen herumliegen lassen.
  • Autoschlüssel sollten nicht in Jacken- oder Manteltaschen ohne jegliche Aufsicht etwa in Gaststätten an der Garderobe oder in Umkleidekabinen zurückgelassen werden. Denn Diebe nutzen einfach jede Gelegenheit.dpa
© Gmünder Tagespost 10.11.2017 18:20
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