Der Mensch fängt beim Fuß an

Schauen Sie mal auf Ihre Füße! Warum sind die Füße so wichtig? Gehen haben wir als Kind gelernt. Aber gehen wir richtig? Gehen wir gesund? Das Orthopädiehandwerk unterstützt vielfältig nicht nur bei Problemen, sondern schon bei der Vorbeugung.
  • 994b1e40-4668-4d5c-9730-b3aff9572c34.jpg
    Auf dem Laufband wird in Orthopädie-Fachbetrieben der Gang genau analysiert. Foto: ZVOS,
Seit 2004 wird einmal im Jahr der Fuß in den Mittelpunkt gerückt; ursprünglich initiiert vom Zentralverband der Podologen und Fußpfleger. Seitdem machen Fußspezialisten wie Podologen, Fußpfleger und Orthopädieschuhmacher immer am letzten Mittwoch im Juni auf die Bedeutung des Fußes aufmerksam. So auch am heutigen Mittwoch.

Der Mensch fängt am Fuß an. Er muss vom Fersenbein her aufgerichtet werden, damit er gesund steht und geht. Immerhin haben wir 26 Knochen, 33 Gelenke und 100 stabilisierende Bänder und 20 Muskeln im Fuß - eine komplexe Struktur. Das bedarf oft der handwerklichen Unterstützung – damit am Fuß und anderswo im Körper „alles richtig läuft“. Probleme an Füßen, Knien, Hüfte oder Rücken kann man mit Orthopädieschuhtechnik zu einem Großteil verhindern.

Und man bedenke: Der Mensch geht 180.000 Kilometer in seinem Leben, das ist viermal um den Erdball. Dabei müssen die Füße rund 1000 Tonnen Belastung am Tag aushalten. Schwerstarbeit, die wir dem Fuß erleichtern sollten. Wie? Mit Hilfe der Orthopädieschuhtechnik.

Orthopädieschuhtechnik – meist schreckt das Wort ab. Man denkt an schwarze klobige Schuhe. Diese Zeiten sind lange vorbei. Die Orthopädieschuhtechnik ist ein wichtiger Helfer und Gesundheitsgarant für alle Personen- und Berufsgruppen geworden.

Selbstverständlich versorgt der Orthopädieschuhmacher auch weiterhin behinderte und erkrankte Menschen. Hilfen können hier individuell gefertigte orthopädische Schuhe sein. Oft reicht es medizinisch gesehen aber auch schon, Bequem-/Komfort- oder Konfektionsschuhe zuzurichten oder Einlagen anzufertigen. Das hängt dann jeweils von der ärztlichen Diagnose und der Verschreibung ab. Behinderungen des Gehapparates sowie Fehlstellungen und Deformationen bedürfen unbedingt der Orthopädieschuhtechnik. Auch viele Krankheiten können durch Schuhe vom Orthopädieschuhmachermeister positiv beeinflusst werden. Rheuma und Gicht sind Beispiele dafür. Diabetiker Typ II benötigen unbedingt die hoch spezialisierte Unterstützung der Orthopädieschuhtechnik. Dabei arbeiten vielerorts Ärzte, Podologen und Orthopädieschuhmacher im Sinne der optimalen Patientenversorgung eng zusammen.

Wichtig ist es schon beim Kind die Position der Füße, Stand und Gang zu beobachten. Das können der Orthopäde und auch der Orthopädieschuhtechnik-Fachmann. Das ermöglicht dem Kind eine gesunde Entwicklung und verhindert schon früh Fehlstellungen. ZVOS

zurück
© Gmünder Tagespost 26.06.2017 18:17
Ist dieser Artikel lesenswert?
3314 Leser
Kommentar schreiben
nach oben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.