Augen auf beim Riegelkauf – Wie gesund sind Energieriegel wirklich?

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Fitness- und Energieriegel, Fruchtschnitten und Müsliriegel – sie alle versprechen schnelle, gesunde Energie für unterwegs. Der Power Kick für zwischendurch soll ambitionierten Sportlern, abgekämpften Büroangestellten oder körperlich aktiven Menschen die leeren Kohlenhydratspeicher wieder auffüllen. Die vielen bunten Verpackungen in den Läden locken das kauffreudige Publikum und suggerieren eine gute Entscheidung für die Gesundheit getroffen zu haben. Doch wie viel Energie und Gesundheit stecken eigentlich wirklich in Power Bars und Co.? Auf welche Dinge sollte man beim Kauf achten? Und was verbirgt sich hinter und vor allem in den unterschiedlichen Zutaten? Um ein wenig Ordnung in das Riegel-Chaos zu bringen, haben wir die einzelnen Inhaltsstoffe näher unter die Lupe genommen.

Zucker ist nicht gleich Zucker

Ein Energieriegel soll den Körper mit ausreichend Energie aus verschiedenen Kohlenhydratquellen versorgen. Beim Kauf eines Riegels empfiehlt es sich darauf zu achten, welche Zuckerarten enthalten sind. Denn aufgepasst: Zucker ist nicht gleich Zucker! In den meisten Riegeln befindet sich hauptsächlich Einfachzucker (Fruchtzucker, Traubenzucker etc.) Dieser Einfachzucker wird zwar schnell vom Körper aufgenommen und liefert somit rasch Energie, verflüchtigt sich aber auch genauso schnell wieder. Darüber hinaus schüttet der Körper jede Menge Insulin aus, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Das Insulin greift auf die Reserven des Kohlenhydratspeichers zurück und löst so im schlechtesten Fall eine Unterzuckerung aus. Für Leistungssportler ist dies folglich nicht besonders ratsam. Langkettige Kohlenhydrate, wie z.B. in Haferflocken enthalten, liefern langfristig Energie und garantieren so einen vollen Glykogenspeicher. Solche Riegel kann man bequem online bestellen, etwa auf Vergleichsportalen wie Ladenzeile.de oder spezialisierten Online Shops wie Natural-Fitness24.de. Daneben findet man auch eine große Auswahl in Drogeriemärkten.

Fett, aber nicht fit

Auch wenn Müsliriegel und Fruchtschnitten mit Schokoladenüberzug äußerst verführerisch wirken, können sie leider echte Fettbomben sein. Viele dieser vermeintlichen „Energielieferanten“ fallen, was den Fett- und Zuckergehalt betrifft, eher unter die Kategorie Schokoriegel. Wer also auf seine schlanke Linie bedacht ist oder extra trainiert, um abzunehmen, sollte auf den Fettgehalt und die Kalorien der jeweiligen Riegel ein Auge haben.

Proteine helfen der Muskulatur

Vor allem für Leistungssportler ist es wichtig nach dem Training die Muskulatur erneut aufzubauen. Proteinriegel, die hochwertiges, biologisches Eiweiß enthalten, können dabei eine große Hilfe sein. Wichtig ist, dass der Riegel einen hohen Anteil an Proteine, kein Palmfett, Sojaprotein oder andere Zusatzstoffe enthält und ein ausgewogenes Verhältnis von Kohlenhydraten und Fett aufweist. Als Zwischenmahlzeit für Gelegenheitssportler dienen die fertigen Riegel kaum, denn 100 g können bis zu 400 kcal enthalten und weisen somit eine viel zu hohe Kalorienanzahl auf. Eine günstige Alternative zu Protein Bars bieten übrigens Eiweißshakes, die man fertig als Pulver kaufen oder auch selbst anrühren kann.

Viel hilft viel – oder nicht?

Beim Kauf eines Power Bars gilt es vor allem sich den Umfang der Zutatenliste anzuschauen: Je länger die Zutatenliste ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass künstliche Zusatzstoffe und Aromen sowie andere unerwünschte Ingredienzien in dem Riegel enthalten sind. Gern werden auch künstliche Farbstoffe und Vitaminzusätze beigemischt. Je weniger Zutaten vorhanden sind, desto mehr kann man davon ausgehen, dass auf natürliche Mittel zurückgegriffen wurde.
Generell reagiert natürlich jeder Mensch anders auf diverse Inhaltsstoffe. Welche Riegel eher schwer im Magen liegen, ob unterschiedliche Allergene gut vertragen werden oder welcher Geschmack präferiert wird, muss ausprobiert werden. Für Sportler ist es angebracht, die Verträglichkeit der Riegel am besten während des Trainings und nicht während eines Wettkampfes zu testen.

Fazit:

Die bunte Palette an unterschiedlichen Riegeln bietet für alle Bedürfnisse etwas. Vor allem aber Leistungssportler sollten sich die Liste der Inhaltsstoffe genau ansehen, um für ihr Training das passende Produkt auswählen zu können. Besondere Vorsicht ist bei Mogelpackungen und minderwertigen Produkten geboten. Denn diese versprechen nicht nur mehr als sie halten, sondern strapazieren zumeist ungemein den Geldbeutel. Also besser Augen auf beim Riegelkauf – dann kommt die Energie auch dort an, wo sie gebraucht wird.

© Gmünder Tagespost 07.09.2017 16:21
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