Geisterfahrt mit Todesfolge

Unfall Zwei Tote und ein Schwerverletzter sind das Ergebnis einer Geisterfahrt auf der B 29 zwischen Gmünd und Lorch. In der Folge ist die Vorbeugung allgegenwärtiges Thema.
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    Ein Bild des Schreckens bot sich an der Unfallstelle. Foto: Archiv

Schwäbisch Gmünd/Lorch

Nur wenige Sekunden vergingen am Sonntag, 15. Januar, zwischen den ersten Meldungen um 17 Uhr, dass ein Falschfahrer auf der B 29 unterwegs sei, und dem Unfall, meldet das Polizeipräsidium. Eine 72-jährige Autofahrerin wollte offenbar nach Aalen, geriet aber in der falschen Fahrtrichtung auf die B 29, nämlich auf die Spur Richtung Stuttgart. Die Falschfahrerin stieß auf Höhe der Gmünder Kläranlage laut Polizei frontal mit einem rechtmäßig dort fahrenden Auto zusammen. Sowohl die 72-Jährige als auch der 20-jährige Fahrer des anderen Autos starben an der Unfallstelle. Der Beifahrer des 20-Jährigen überlebte schwer verletzt.

Die B 29 wurde zur Bergung der Unfallopfer und zur Unfallaufnahme bis gegen 20 Uhr komplett gesperrt und war danach zunächst einspurig wieder befahrbar. Bei dem Einsatz waren zeitweise 20 Polizeibeamte im Einsatz. Außerdem drei Rettungsfahrzeuge, ein Krankentransportwagen, zwei Notärzte, ein leitender Notarzt sowie ein organisatorischer Leiter des Rettungsdienstes, teilt die Rettungsleitstelle des Deutschen Roten Kreuzes mit. Dazu kamen 21 Feuerwehrleute aus Schwäbisch Gmünd, heißt es von der dortigen Abteilung.

Entsetzt äußerte sich die Polizei über das Verhalten von Gaffern, die von der Landesstraße zwischen der Abzweigung von der alten B 29 in Richtung Maitis von einer Brücke aus das Geschehen beobachteten. Der Unfall löst wochenlange Diskussionen aus über Möglichkeiten der Vorbeugung, die letztlich zu einer neuen Beschilderung der Auffahrt bei Lorch führen.

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© Gmünder Tagespost 21.12.2017 11:03
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