Stöckle nimmt Formen an

Verkehrsplanung Im Stadtrat und Bürgerforum ist das Großprojekt ums Stöckle das große Thema. Es gibt viel Zustimmung.
  • Der Gemeinderat macht sich vor dem Bürgerforum selbst ein Bild vor Ort. Grund zur Sorge war hohe Verkehrsbelastung durch die Änderungen der Verkehrsführung. Foto: Jan-Philipp Strobel

Schwäbisch Gmünd

Das Bürgerinteresse ist groß. Beim Bürgerforum am 17. März platzt der Saal der Feuerwehr fast aus den Nähten. Allgemein gibt es Zustimmung zu den Plänen. Der Gemeinderat hatte sich vor dem Forum über das Projekt bei einer Begehung vor Ort informiert. Die Verkehrsführung ums Stöckle soll grundlegend verändert werden. Weniger Ampeln, stattdessen Kreisverkehre und Einbahnregelungen sollen den Verkehr für Autofahrer flüssiger und für Fußgänger und Radfahrer angenehmer machen.

„Eine große Verbesserung für Schwäbisch Gmünd“, war Oberbürgermeister Richard Arnolds Meinung über die Pläne.

Eine große Verbesserung für Schwäbisch Gmünd.

Richard Arnold,
Gmünder Oberbürgermeister

Zum damaligen Zeitpunkt ging Jupp Jünger, Leiter des Tiefbauamtes, noch davon aus, dass es keine Testphase für die Verkehrsänderung geben würde. Begründung waren die hohen Kosten für die Aufstellung provisorischer Inseln. Im Dezember beschloss der Gemeinderat dann allerdings doch noch eine Testphase.

Eine Planung der Kosten gab es damals noch nicht. Schätzungen von Jünger bezifferten die Kosten auf einen siebenstelligen Bereich. Oberbürgermeister Richard Arnold legte den Zeitplan vor: Zunächst sollten die neuen Anregungen aus dem Forum eingearbeitet werden. Dann sei mit einer Planungsphase von einem Jahr zu rechnen. Im März 2018 ist die Deadline. Dann müssen alle Zuschüsse beantragt sein. Arnold hoffte auf eine Übernahme von 50 Prozent der Kosten durch das Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz. Er spekulierte, dass vor der Gartenschau 2019 der Abschnitt zwischen Waldstetter Brücke und Zeiselberg realisiert werden könne. „Mit diesem Konzept kann man leben“, fasste ein Bürger die Stimmung im Forum zusammen.

© Gmünder Tagespost 21.12.2017 11:47
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