Eine Baustelle, die so nicht geplant war

Verkehr Die Hauptstraße in Waldstetten sorgt in der Gemeindeverwaltung und der Bevölkerung Mitte August für großen Ärger.
Waldstetten. Oh je, was ist da nur schief gelaufen? Eine Menge, so viel stand am 7. August endgültig fest. Mit versteinerter Miene musste Waldstettens Bürgermeister an diesem Tag bekannt geben, dass die Hauptstraße „gravierende Mängel“ aufweise und ein weiteres Mal komplett aufgerissen werden müsse. Dabei war die Ortsdurchfahrt erst kurz zuvor während einer 20-monatigen Bauzeit frisch saniert worden. Doch rund 80 der neu eingebauten Schachtbauwerke und Straßeneinläufe wiesen „schadhafte Stellen“ auf, weswegen sich eine erneute Baustelle „leider nicht vermeiden“ ließe, sagte Ortsbaumeisterin Maren Zengerle.

Mehrere Wochen Vollsperrung

Die Folge: Die Hauptstraße musste erneut für mehrere Wochen komplett gesperrt werden. Zum Leidwesen der Anwohner. „Das tut uns unheimlich leid“, entschuldigte sich damals der Bürgermeister bei allen Betroffenen. Dabei waren er oder die Gemeinde nicht einmal schuld an der Misere. In der Pflicht standen das zuständige Ingenieurbüro und das Bauunternehmen, weswegen sich beide die zusätzlich angefallenen Baukosten von rund 150 000 Euro teilten.

Erst Mitte Oktober konnte die Straße wieder für den Verkehr freigeben werden. Die Baufahrzeuge waren endgültig weg, die Mängel auch. Was bleibt, sind unschöne Erinnerungen an eine 80 Punkte lange Mängelliste und eine Straßensanierung, die so nicht geplant war.

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© Gmünder Tagespost 21.12.2017 11:49
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