Wettrüsten auf Amazon und Ebay

Der Wettbewerb unter Händlern im Internet wird immer stärker. Einen kleinen Online Shop sein Eigen zu nennen und ein paar Produkte auf Ebay anzubieten reicht längst nicht mehr. Online-Händler rüsten auf.

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    Foto: Unsplash.com - Verkaufsportals by William Iven
Viele heute große Ebay-Händler fingen vor vielen Jahren an, ein paar Artikel online zu stellen. Vom Erfolg überrascht, erweiterten sie ihr Sortiment stetig und einige kamen so zu einem nicht kleinen Reichtum. Ansich blieb es aber ruhig um Ebay. Das Portal selbst und die Händler mit ihren dortigen Shops veränderten sich kaum. Und so fiel die für lange Zeit bekannteste Verkaufsplattform der Erde in einen kleinen Dornröschenschlaf. Amazon kam und wurde immer mächtiger. Heute ist das Portal das wohl wichtigste. Kaum ein Online Händler in Deutschland verzichtet auf diese Plattform. Doch eines haben Ebay und Amazon gemeinsam: Der Kampf unter den Händlern wird immer härter.

Wie sich im Bereich von Suchmaschinen, Google und Co. SEO als Werkzeug zur Optimierung des eigenen Shops hervorgetan hat, gibt es ähnliche Bereiche für Ebay und Amazon. Auf Ebay beispielsweise versuchen viele Online Händler Ihren Ebay-Shop und die einzelnen Produkte mit sogenannten Templates aufzuhübschen. Denn Ebay ist optisch ein wenig in die Jahre gekommen und wirkt gegen Amazon oder schön designte Web-Shops etwas altbacken. Findige Programmierer diverser Anbieter haben jedoch sogenannte Templates entwickelt, die sich über die Ebay-Auftritte legen und die Shops wenigstens optisch in die Moderne führen. Dabei werben die Anbieter mit diversen Features und Merkmalen der Software, beispielsweise, dass sie sich dem Ebay Shop full repsonsive anpasst und somit auch einen Einkauf auf Smartphone und Tablet problemlos ermöglicht.

Während auf Ebay meist an der Optik geschraubt wird, hat sich auf Amazon die Disziplin „Amazon SEO“ entwickelt. Dabei versuchen diverse Agenturen ähnlich wie im klassischen SEO-Bereich die Suchmaschine hinter Amazon zu beeinflussen und so die Produkte für ihre Kunden besser ranken zu lassen. Besser rankende Produkte versprechen natürlich steigende Verkäufe. Dabei werden Keywords untersucht, mit denen Kunden auf Amazon nach Produkten suchen und beispielsweise auch URLs optimiert. Der Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass immer mehr Menschen, wenn sie etwas im Netz einkaufen wollen, direkt auf Amazon gehen und nicht mehr zuerst über Google suchen. Dies gefällt Google natürlich nicht und Online Händlern, die nicht auf Amazon aktiv sind, ebenso wenig.

Es gibt auch Anbieter von Software, die für Amazon, Ebay und Co. automatisch die Preise mit der Konkurrenz vergleichen und anpassen lässt. Ein Segen für viele Online Händler, die ansonsten gezwungen wären, ihre Tausenden Produktpreise ständig mit denen der Konkurrenz zu vergleichen. Generell geht ein Trend in diesem Bereich dazu, den Online Händler als Person zu entlasten. Sei es über optimierte Prozesse, die Einführung einer Warenwirtschaft oder beispielsweise einen beschleunigten Versand.

Denn wer in Zukunft im Online Handel bestehen will, braucht nicht nur die neuesten Tools, sondern auch noch etwas Freizeit, in der man über die künftige Ausrichtung des eigenen Geschäfts reflektieren kann.

Bildrechte: Unsplash.com Verkaufsportale by William Iven Lizenz Unsplash License

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© Gmünder Tagespost 08.04.2016 10:40
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