Einlagensicherung – Was ist das überhaupt?

Seit der Finanzkrise hat für viele Anleger der Begriff Einlagensicherung eine höhere Bedeutung erlangt und ist tief ins Bewusstsein der Privatanleger vorgedrungen. Die Einlagensicherung dient den Banken mittlerweile sogar als gutes Verkaufsargument für Finanzprodukte, wie beispielsweise Tages- und Festgeldkonten. Doch tatsächlich können nur wenige Kunden etwas mit dem Begriff Einlagensicherung anfangen. Sie haben zwar das Wort schon einmal gehört, wissen auch, dass es hierbei um den Schutz ihrer Geldanlage geht – mehr ist Ihnen aber oftmals nicht bekannt. Wir erläutern die Hintergründe.

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    Auf das Sparbuch gibt es kaum noch Zinsen
Was bedeutet Einlagensicherung?

Bei der Einlagensicherung geht es um die Sicherung der Bankeinlagen, wie beispielsweise Guthaben auf Sparbüchern, Girokonten, Festgeld- und Tagesgeldkonten. In begrenztem Umfang greift die gesetzliche Einlagensicherung auch auf das Wertpapiervermögen. Der Kapitalschutz sichert die Pleite einer Bank ab. In Deutschland gibt es gleich mehrere unterschiedliche Einlagensicherungssysteme, die allesamt konform mit der EU-Richtlinie sind. Hierbei gilt ein Höchstbetrag von 100.000 Euro.

Freiwillige Einlagensicherung in der Bundesrepublik

Zusätzlich gibt es einige freiwillige Einlagensicherungssysteme, wie beispielsweise den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes öffentlicher Banken und den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Hierbei sind die Sicherungsgrenzen höher als die des gesetzlichen Systems. So arbeitet der Bundesverband öffentlicher Banken beispielsweise ohne feste Grenzen und die Sparguthaben sind bis zu 100 Prozent in voller Höhe abgesichert. Der Bundesverband deutscher Banken orientiert sich hingegen am haftenden Kapital des Bankenmitglieds. Derzeit liegt der Wert bei 20 Prozent.

Dahingegen arbeiten die Sparkassen und die Raiffeisen- und Genossenschaftsbanken mit einem eigenen Einlagensicherungssystem. Sie orientieren sich an den gesetzlichen Vorgaben und es gibt einen unbegrenzten Schutz des Kapitals durch den Haftungsverbund der Sparkassen bzw. des Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Einlagensicherung für Konten im Ausland

Vor allem ausländische Banken haben sich auf dem Markt für Tagesgeld- und Festgeldkonten bei deutschen Anlegern durchgesetzt. Egal ob Schottland, Österreich oder Niederlande: Hier gelten ebenfalls die EU-Richtlinien mit einer Sicherungsgrenze von 100.000 Euro.

Das bedeutet, dass auch Verbraucher, die sich für einen ausländischen Anbieter wie beispielsweise MoneYou entscheiden, von einem Schutz bis zu 100.000 Euro profitieren können. Durch das neue Einlagensicherungsgesetz ist die deutsche Einlagensicherung nach § 57 Einlagensicherungsgesetz verantwortlich für alle Banken, die eine Filiale im Inland besitzen. Außerdem können Banken anderer Nationen auch Mitglied in einem freiwilligen Einlagensicherungssystem werden, wodurch ein höherer Schutz gewährleistet ist. Diese treten dann ein, wenn der Wert von 100.000 überstiegen wird.

Bild: © istock.com/DNY59
Bildbeschreibung: Auf das Sparbuch gibt es kaum noch Zinsen

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© Gmünder Tagespost 02.06.2016 14:28
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