Krankenversicherungswahl für angehende Lehrkräfte – gesetzlich oder privat?

In Deutschland besteht Krankenversicherungspflicht – je nachdem ob die angehende Lehrkraft Beamter auf Widerruf oder Angestellter ist, sind verschiedene Möglichkeiten vorhanden. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen der Art des Dienstverhältnisses sowie den Faktoren einer gesetzlichen und einer privaten Krankenversicherung.

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Welches Dienstverhältnis ist vereinbart?

Wer das Referendariat als Angestellter absolviert, muss sich gesetzlich versichern und ist pflichtversichert. Hier besteht keine Wahlmöglichkeit. Anders sieht es aus, wenn der Referendar Beamter auf Widerruf ist – das ist in den meisten Fällen so. Dann haben die Beamten die Wahl. Waren sie hingegen schon während des Studiums privat krankenversichert, so müssen sie auch weiterhin privat versichert bleiben. Wer hingegen gesetzlich versichert ist, kann nun zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung wählen und ist dann freiwillig versichert.

Vor- und Nachteile private Krankenversicherung

Der Beitrag einer privaten Krankenversicherung hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel:

    • Gesundheitszustand
    • Alter
    • Geschlecht

Der Nachteil: Familienmitglieder sind nicht kostenlos mitversichert. Die in Anspruch genommenen Leistungen müssen zunächst selbst bezahlt werden und werden erst im Anschluss erstattet – sehr teure Leistungen werden jedoch direkt mit der Krankenkasse abgerechnet. Die Tarife sind besonders günstig als Police für Lehramtsanwärter. Besonders lukrativ ist die private Krankenversicherung wegen der Beamtenbeihilfe. Hier zahlt der Arbeitgeber einen Teil der Kosten, welcher zwischen 50 und 80 Prozent liegt. Mehr Infos zur Beihilfe für Referendare gibt es auf dem Portal beihilferatgeber.de.

Vor- und Nachteile der gesetzlichen Krankenversicherung

Im Unterschied zur privaten Krankenversicherung für Beamte zahlt ein gesetzlich Versicherter einen festen Anteil, dessen Höhe von dem monatlichen Einkommen bestimmt wird. Hier übernimmt der Arbeitgeber 50 Prozent bei Pflichtversicherten, freiwillig Versicherte hingegen müssen die Kosten selbst tragen. Zu der letzten Gruppe zählen die Referendare. Der Vorteil: Familienmitglieder ohne eigenes Einkommen sind kostenfrei mitversichert. Das bedeutet, dass die private Krankenversicherung für die meisten Referendare attraktiver ist, da die Leistungen besser und die Beiträge niedriger sind. Ausnahme: Es sind mehrere Familienmitglieder ohne eigenes Einkommen vorhanden.

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© Gmünder Tagespost 31.08.2016 12:17
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