Im Ort geht es bald sicherer und sauberer zu

Knapp drei Kilometer Straße bringen den Einwohnern der Gemeinde eine Entlastung vom Verkehr und ein Rückgang der Emissionenum mindestens 60 Prozent.Das sorgt für ein Plus an Lebensqualität. Dazu wurden verschiedene Ausgleichsmaßnahmen in der Natur geschaffen.
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    Zukünftig ist die Ortsdurchfahrt von Bargau weitgehend frei von Lastwagen. Foto: Thomas Mayr
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    Mit zwei Kreisverkehren erfolgt der Anschluss der neuen Straße an die bestehenden Durchgangsstraßen zwischen Bargau und Heubach. Foto: tom
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    Im Ortskern von Bargau geht es in Zukunft bedeutend ruhiger und vor allem sicherer zu. Foto: tom
Schwäbisch Gmünd-Bargau. Am kommenden Donnerstag, 2. November, wird die neue Ortsumfahrung um Bargau feierlich eröffnet. Damit wird der Ortskern der Gemeinde ganz wesentlich vom Verkehr entlastet.

Mit der Realisierung der Ortsumfahrung von Schwäbisch Gmünd-Bargau im Zuge der L 1161 im Ostalbkreis leistet das Land einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zur Verbesserung des Verkehrsflusses in Bargau. Zudem trägt der Neubau der Ortsumfahrung zur Verringerung der Abgas- und Lärmimmissionen im Ortskern von Bargau bei.

Die Entlastung der kurvenreichen und unübersichtlichen Ortsdurchfahrt Bargau vom Durchgangsverkehr war bereits seit Mitte der achtziger Jahre erklärtes Ziel der Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd und der Ortschaftsverwaltung von Bargau sowie dringender Wunsch der Bevölkerung.

Nach langer Planungsphase erfolgte der Baubeginn der neuen Straße am 17. Juli 2015. Regierungspräsident Wolfgang Reimer, Landrat Klaus Pavel und Oberbürgermeister Richard Arnold werden nun die Ortsentlastungsstraße feierlich einweihen.

Die bestehende Ortsdurchfahrt von Bargau ist wegen der unübersichtlichen Kurven sehr unbefriedigend und entspricht nicht der zugeordneten Straßenkategorie. Mit rund 13.500 Fahrzeugen pro Tag ist die L 1161 im Vergleich zum Landesdurchschnitt überdurchschnittlich hoch belastet. Die hohe Verkehrsbelastung durch den werktäglichen Berufs- und Wirtschaftsverkehr in Verbindung mit dem Schwerverkehr sowie an den Wochenenden durch Freizeit- und Erholungsverkehr führte in der Ortsdurchfahrt Bargau bisher häufig zu kritischen Situationen für Fußgänger und Schulkinder.

Entlastung für die Menschen

Mit dem Bau der Umgehungsstraße und der damit verbundenen Herausnahme des Durchgangsverkehrs in West-Ost-Richtung werden insbesondere die Abgas- und Lärmimmissionen künftig spürbar abnehmen: Zwischen etwa 60 und 75 Prozent der Belastung sollen im Ortskern und in den angelagerten Wohngebieten entfallen und der Fußgänger- und Radverkehrs und insbesondere die Schulkinder im Innerortsbereich künftig sicherer unterwegs sein. Dem Teilort der Stadt Schwäbisch Gmünd bieten sich zudem innerörtliche Umgestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten zur weiteren Steigerung der Lebensqualität.

Die neue Ortsumgehungsstraße ist rund 2,9 Kilometer lang. Außerdem wurde die Kreisstraße K 3279 auf einer Länge von rund 300 Meter verlegt und entsprechend angepasst.

Für die Eingriffe in die Natur und den vorhandenen Bewuchs wurden verschiedene Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt, so unter anderem die Rekultivierung der nicht mehr benötigten Straßen- und Wirtschaftswegeabschnitte, die naturnahe Gestaltung eines strukturarmen Grabensystems und die Anlage von Gras- beziehungsweise Krautsäumen mit Feldhecken- und Hochstammpflanzung beziehungsweise Obsthochstammpflanzung.

Des Weiteren wurde die Extensivierung der Gewässerrandstreifen entlang des Büchelbaches und des Bargauer Baches sowie die naturnahe Gestaltung eines naturfernen Abschnittes des Bargauer Baches neu geschaffen.

Kosten werden geteilt

Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf rund 7,7 Millionen Euro. Von den Gesamtkosten entfallen auf die Baukosten rund 6,8 Millionen Euro, auf den Grunderwerb rund 0,5 Millionen Euro und auf die Ausgleichsmaßnahmen rund 0,4 Millionen Euro. Der Kostenanteil für das Land Baden-Württemberg beträgt rund 6,7 Millionen Euro, der Kostenanteil des Ostalbkreises rund 0,7 Millionen Euro und der Kostenanteil der Stadt Schwäbisch Gmünd für eine Lärmschutzwand entlang der verlegten Kreisstraße K 3279 rund 0,25 Millionen Euro. pm/je

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© Gmünder Tagespost 27.10.2017 16:21
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