Das Plattmachen der Bäume ist unverhältnismäßig

Zum Zeiselberg:

„Soso, unverhältnismäßig soll das Erhalten der alten Rosskastanien am Zeiselberg sein. So die Aussagen der beiden Stadträte Preiß und Sorg, gedeckt von der städtischen Baumkommission. Unverhältnismäßig ist wohl eher das Plattmachen des kleinen Bergsporns Zeiselberg. Unverhältnismäßig ist auch der im Millionenbereich liegende hohe Einsatz städtischer Steuergelder bei diesem Kahlschlagprojekt. Unverhältnismäßig ist auch die kommende Belastung der dort lebenden Gmünder Mitbürger.
Wenn ich mich richtig erinnere, war ein Fällen dieser alten Bäume nie ein Thema und jetzt, nach tollpatschigen Bauarbeiten, ist plötzlich Gefahr in Verzug. Dies wurde wohl auch eher billigend in Kauf genommen. Zudem gibt es Möglichkeiten die Problematik durch die Miniermotte in den Griff zu bekommen. Zum Beispiel beginnend mit der Förderung des Vogelbestandes im nahen Umfeld. Dieser ist jedoch durch den grandiosen Kahlschlag weitestgehend eliminiert.
Respektlos gegenüber den Anwohnern sind auch die komplett überzogenen Dimensionen der kommenden Gastronomie. Ein Parkplatzchaos im näheren Umfeld ist da schon vorprogrammiert. Die Anwohner können einem jetzt schon leidtun.
Für die verantwortlichen Personen der Stadtverwaltung sowie Gemeinderatsmitglieder mit einem kurzen Gedächtnis zur Erinnerung: Selbst bei den Planungen zur Landesgartenschau 2014 war eine derartige monströse Umgestaltung des Zeiselberges nie ein Thema (siehe Broschüre aus dem Jahr 2008 zur Landesgartenschau 2014. Herausgeber war die Stadt Schwäbisch Gmünd). Sollte es Herrn Arnold in seinem beschaulichen Herdtlinsweiler zu ruhig sein, so kann er sich ja am Zeiselberg niederlassen. Dort ist bereits das erste Haus zum Verkauf ausgeschrieben. Ein richtiges Schnäppchen sozusagen.“

© Gmünder Tagespost 30.03.2018 18:56
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