Leserbeiträge

Das Remstal Gartenschau 2019 Projekt „Naturnahes Remsufer in der Ortsmitte von Schwäbisch Gmünd – Hussenhofen“

  • Haselnuss wird von einem Bagger nach dem offiziellen Rodungsende umgedrückt
  • kurviger Verlauf der Rems in Hussenhofen

Im Verlauf der vergangenen zwei Jahren gab es mehrere öffentliche Informationsveranstaltungen für die Anwohner der Remstal Gartenschau 2019. Die erste öffentliche Informationsveranstaltung für die Anwohner des Remstal Gartenschau 2019 Geländes in Hussenhofen war Anfang November 2016. Die Pläne der Remsumgestaltungen wurden am 20.06.2017 fertiggestellt und am 05.07.2017 im Gemeinderat beschlossen. Der neuste Plan der öffentlich zum Einsehen ist, ist vom 29.09.2017. Wenn man genauer die beschlossenen Pläne anschaut und die Rems in Hussenhofen, erkennt man, dass die Rems nicht nach den Plänen umgestaltet wurde. Der größte Unterschied zwischen den Plänen vom 20.06.2017 bzw. 29.09.2017 und dem bereits Umgestalteten ist der nun kurvige Verlauf der Rems. Link zum aktuellsten öffentlichen Plan

http://bi.schwaebisch-gmuend.de/getfile.php?id=75004&type=do&

Weitere Pläne wurden weder öffentlich gemacht noch die Anwohner in Kenntnis gesetzt.

Anfangs wurde auf den öffentlichen Informationsveranstaltungen von „Auslichten einzelner Bäume“ geredet, wie z.B. Rubinien oder andere „nicht-heimische-Gewächse/ Bäume“. „Es werden nicht mehr als 90% der Bäume gefällt/ gerodet“, war u.a. auch eine mehrfache Aussage. Was sich nun herausstellte, dass nur noch ca. zehn Bäume im Bereich der ca. 300m langen Rems in Hussenhofen stehen geblieben sind, u.a. auch ein kranker Baum.

Das neuste Anwohnerschreiben wurde am 15.03.2018 erstellt und im Einleitungssatz wurde erwähnt, dass die Rodungsarbeiten vorüber sind aber die Bauphase hält weiter an. Prompt am 23.03. wurde eine schon blühende Haselnuss von einem der Bagger umgedrückt.

Im weiteren Verlauf des Schreibens wird auch von den Häuserschäden, durch die Erschütterungen der Baumaßnahmen erwähnt. Der Gutachter war bereits da und hat dokumentiert. Das Gutachten ist zum jetzigem Moment noch nicht bestätigt. Aber wenn man daran denkt, dass vermutlich nicht nur die Häuserfassaden Schäden durch Erschütterungen davongetragen hatten, sondern auch das das im Erdreich verlegt wurde, z.B. Wasserrohre oder Gasleitungen. Der Bereich der Rems um die Remstal Gartenschau 2019 ist sandiger Boden, dies wurde mehrfach auf Informationsveranstaltungen erwähnt. Erschütterungen werden höchstwahrscheinlich nicht nur oberirdisch stattgefunden haben. Wobei die höchste Gefahr die die Anwohner von der Rems haben ist das Wasser der Rems selber, das man nicht als Hochwasser deklarieren kann, sondern als Grundwasser. Wobei wir bei dem Thema Grundwasser sind, meines Erachtens wurde das Flussbett der Rems leicht höher gelegt, höheres Flussbett → höhere Gefahr aufgrund Grundwasser.

Wir fühlen uns als Remsanwohner hinter das Licht geführt, aufgrund der veralteten Pläne die wir einsehen können und der Tatsache wie es nun aussieht. Auch in der Hinsicht, dass die Rems eher Verschlimm-bessert wird, als verbessert, leicht erhöhtes Flussbett, als auch höhere Gefahr von Erosion an der Flussböschung bei Starkregen. Als auch, dass die Rodungsarbeiten offiziell als beendet gelten sollten, jedoch auch nach dieser Ankündigung weiterhin munter weitergerodet wird.


Bezug auf Zeitungsartikel aus: GT 02.02.2018

© Tamadri 26.03.2018 08:27
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