Ein Bürokratie-Irrsinn

Zu den Auswirkungen einer neuen EU-Datenschutzrichtlinie auf Vereine:

„Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung übertrifft wirklich alles, was bisher von den ehrenamtlichen Vereinen (und übrigens auch von den kleineren Firmen) abverlangt wurde.

Wer soll sich im Ehrenamt zum Datenschutzbeauftragten fortbilden lassen und jährlich weitere Schulungen besuchen um hinterher für sein Handeln noch in der Haftung zu stehen?

Also läuft es eben auf einen externen Datenschutzbeauftragten hinaus, aber welches Vereinsmitglied ist bereit, für den Datenschutz wesentlich höhere Beiträge zu bezahlen?

Um keinen falschen Eindruck zu erwecken, ich bin für Verbraucherschutz und auch für Datenschutz. Allerdings wird die Regulierungswut der Europäischen Union langsam unerträglich und irgendwann aus wirtschaftlicher Sicht auch nicht mehr praktikabel. Da es sich um eine Grundverordnung der EU hält, bleibt zu befürchten, dass bald ein „update“ hinterhergeschoben wird. Es wird immer schwieriger Ehrenamtliche zu finden, auch die Umsetzung der Einsicht der Führungszeugnisse bei den Jugendtrainern erschwert die Vereinsarbeit deutlich. Die Politik ist gefragt! Deshalb mein Aufruf an Herrn Barthle und Herrn Lange, bremsen Sie die Bürokraten in Brüssel - denn sie wissen nicht was sie tun!“

© Gmünder Tagespost 09.04.2018 19:20
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