Autobauer: auf Boni verzichten

Für Haftung der Entscheidungsträger

Im Interview mit der Schwäbischen Post am 26. Mai betont Wolfgang Grupp, Chef des Textilherstellers Trigema, dass es ein „Zurück zur Haftung der Entscheidungsträger“ geben muss. Dem kann ich nur zustimmen. Die Opel-Vorstände beispielsweise bekommen Boni für 2017 über insgesamt rund 60 Millionen, trotz Diesel-Affäre. Der Normalbürger dagegen hat mit seinem Diesel, der nicht die Euronorm 6 erfüllt, die volle Breitseite in Form von Wertverlust und Fahrverboten zu tragen. Wäre diese Haftung als Entscheidungsträger gegeben, gäbe es zumindest diese Boni nicht. Unabhängig davon, wenn die Opel-Vorstände und auch die der anderen Autobauer, Charakter hätten, würden sie die Boni zurückgeben und für die Nachrüstungen bereitstellen.

© Gmünder Tagespost 03.06.2018 21:28
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