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Mehr Autos müssen in die Parkhäuser + Bei den Parkhäusern ist viel Luft nach oben ( P-GT vom 19. Mai 2018, Seite 9 )

In der Berichterstattung wird das Thema wieder mal mit ganz viel ‚Gmünder Schönsprech‘ garniert. So werden in einem früheren Bericht Zahlen zu den Anwohnerparkplätzen, den Zahlparkplätzen und den Parkplätzen insgesamt genannt, wobei die Zahlen entweder missverständlich berichtet werden – oder es fallen letztendlich Parkplätze weg.
Auch der sogenannte ‚Flextarif‘ ist kein ‚flexibler Tarif‘, wie der Name suggeriert, sondern eine Art ‚Pseudo-Flatrate‘ mit dem für die Parkhausbetreiber angenehmen Nebeneffekt, dass wohl in Summe die Parkkunden dem Parkhausbetreiber viel Parkzeit schenken.
Schon bei den alten mechanischen Parkuhren konnte man sich eine Art ‚Flextarif‘ durch die Zahl der eingeworfenen Münzen darstellen. Bei den heutigen Parkscheinautomaten kann man das ebenso tun, das Gerät berechnet die Parkzeit anhand des Tarifs und des eingeworfenen Betrags. Nun kann man früher zurückkommen – und verschenkt somit Parkzeit - oder später, und so lange man kein Knöllchen kriegt, hat man sozusagen auf Pump geparkt.
Bei den Parkhaustarifen hingegen zahlt man für eine Zeiteinheit, kommt man früher zurück, verschenkt man die restliche Parkzeit an den Parkhausbetreiber, kommt man später zurück - zahlt man prompt in voller Höhe für die nächste angebrochene Zeiteinheit, auf alle Fälle ein positives Geschäft für den Betreiber und ein negatives für die Kunden. Und bei dieser gefühlten Abzocke wundert ‚man‘ sich, dass das Parken im Parkhaus mit negativen Gefühlen besetzt ist?
Warum können Parkscheinautomaten so ‚schlau‘ sein, die zulässige Parkzeit nach der Höhe des Betrages zu berechnen, während die Kassenautomaten an den Parkhäusern so ‚doof‘ sind, dass sie nicht die reale Parkzeit anhand des Tarifs in einen zu zahlenden Betrag umrechnen können?

© In my humble opinion 20.05.2018 13:21
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Kommentare

derleguan

...heute steht in der Onlineausgabe der Rems Zeitung:

" Viele Innenstädte leiden unter dem Autoverkehr – Gmünd macht da keine Ausnahme. Trotz des Tunnels, der einen Großteil des Durchgangsverkehrs „schluckt“, geht es zu bestimmten Zeiten vor allem in der Rems– sowie in der Königsstraße nur noch zähflüssig voran. Eine deutliche Entlastung könnte es bringen, wenn noch mehr Bürgerinnen und Bürger die Innenstadt nicht mit dem Auto, sondern mit dem Bus ansteuern – oder mit dem Rad!"

dem kann ich nur zustimmen. Manche Mitbürger nennen das Fahrrad ja auch Strampeldingensbumens, aber mit diesem dürfte man auch fahren.

In my humble opinion

derleguan schrieb am 23.05.2018 um 08:55
... Eine deutliche Entlastung könnte es bringen, wenn noch mehr Bürgerinnen und Bürger die Innenstadt nicht mit dem Auto, sondern mit dem Bus ansteuern ? oder mit dem Rad!" ...

Wenn ich in die Innenstadt fahre, dann nicht nur aus Jux und Dollerei und wegen der Außenbewirtschaftungen, sondern um einzukaufen - sofern es außerhalb der Ketten- und Franchiseläden etwas gibt, wofür es sich lohnt, die Innenstadt von Gmünd aufzusuchen.

Damit ist natürlich auch der Abtransport der Einkäufe verbunden - und das haben Sie ja wohl offensichtlich noch nie gemacht, sonst würden Sie die damit auftretenden Transportprobleme mit Fahrrad und ÖPNV kennen.

derleguan

In my humble opinion schrieb am 23.05.2018 um 12:22

"Dollerei"

laut Duden heißt es Tollerei mit T.

"...sondern um einzukaufen - sofern es außerhalb der Ketten- und Franchiseläden etwas gibt, wofür es sich lohnt, die Innenstadt von Gmünd aufzusuchen."

Nein, es gibt kaum mehr etwas, wofür es lohnen würde in Gmünd einzukaufen. Mir fällt da spontan nur der Unverpacktladen neben dem Gmünd Center ein und der Wochenmarkt am Mittwoch und Samstag. Ein paar andere Einzelhändler gibt es schon noch - wie lange noch? Das, was man dort einkauft, bekommt man locker aufs Fahrrad oder an den Stadtrand zum geparkten Auto getragen. (sofern man keine Gehbehindertung hat)

In my humble opinion

derleguan schrieb am 23.05.2018 um 12:55

laut Duden heißt es Tollerei mit T.

Ob es nun falsche Rechtschreibung, richtiger Dialektausdruck oder auch nur vorsätzliche Veralberung des 'Gmünder Klamauks' ist - ich denke, dass Sie den Sinn verstanden haben.

Haben Sie andererseits auch mal was Positives zum Thema/zur Lösung beizutragen?

Können Sie sich vielleicht auch vorstellen, dass Ihre Weltanschauung nicht das Maß der Dinge ist?