Lesermeinung

Mein Senf derzuageaba

Gereimtes zum Thema Frauenschwimmen:

S’tuat mir leid, i ko’s net lassa, / i muass Ogereimt’s halt en Verse fassa./ Derzua i gern no osern Dialekt verwend,/ i hoff, dass des koi Migrazionssenda send./ Weil der Dialekt oin oifach ruhiger stemmt/ dem Schempfa oft sei Schärfe nemmt./ Derzua stoht’s ja au auf os’rer Haumpeitsch,/ mir kennat älles, ..außer Hochdeitsch./

Wo i diea Artikel am 3.3. en der GT hau g’leasa, han i denkt, des send wohl deam Herrn Länge seine letzte g’weasa./ Hab denkt do hot er viele Leut jetzt vergrault/ ond wird dofür jetzt ogemault./

Denn der Artikel war net schlecht/ Ond do derzua hatt er au Recht/ Aber wiea die Resonanza zeigen,/ hüllte Gamundia sich in tiefes Schweigen./ Ond hätt Frau Heer koin Kommentar geschrieba,/ wär’s wahrscheinlich au so blieba./

Doch mit sellem Gastkommentar,/ komm i ond andre et ganz klar./ Denn es leuchtet meiner Leuchtkraft et ei,/ Was am Frauaschwemma so vielfältig sei./ Frauaschwimmen mit Frauaturna vergleicha,/ Was will d’Frau Heer denn domit erreicha?

Ob se wohl a Frauengruppe kennt,/ bei der Muslimas zu 80 Prozent/ obends alloi send beim Turna derbei?/ Do isch’s wohl bereits mit d’r Vielfalt vorbei?/

Ob des wohl oser Religionsfreit sei/ Guckat se bloß en d’Moschea mol nei/ Warom send do, wiea ma’s lang scho so kennt/ diea Geschlechter sogar beim beata getrennt?/

Drom leichtat mir aboslut ois net ei,/ was am Abschotta eigentlich weltoffa soll sei?/ Tucholsky secht dozua aus a ra andera Sicht,/ wer noch älle Seita offa isch, der isch net ganz dicht./ Ond außerdeam; wie de Meischte bekannt,/ isch Deutschland alloi, au net s’Abendland./

Willscht du dich em Wasser bewega,/ muasch vorher deine Kloider ablega./ Mancha merkt, dass ihr die Mutter Natur,/ Verweigert hot a Bikinifigur./ Des gilt übrigens für os Männer auch./ I selbscht han au koin Waschbrettbauch./

Hot ma drom dia männliche Badmoischter austauscht,/ dass sich koiner sexualisiert an dene Körper berauscht./ Vielleicht wirkt jetzt mei Eiwand a bissele störend,/ Aber diea Argumente, send au fast scho sehr ver“heer“end./ Do mussa i mi als Mann aber wehren,/ wenn sie os älle über oin Kamm bloß scheren./

I will des Frauschwemma g’wiess net verteifla,/ ob’s der Integrazio hilft, wag i aber zu bezweifla./ Diea vier Tag em Johr seiat frauapolitisch/ ond integrationspolitisch au, des betracht i sehr kritisch./ Wenn vier Tag schwemma em Johr zom integriera genügen,/ sollte des net Frau Merkel au zom wissa kriegen?/ Was kennt dui do en den kommenden Jahren/ Dem Land an Integrationskosta reisparen./

Oder erst neilich bei ons en Gmend,/ wo Türka ond Kurda sich scheint’s prügelt hent? Ond wennmas betrachtat beim richtiga Licht hot jeder derzua a andera Sicht, i sag’s a bissle cool ond lässig „d’r Onderschied war fahnamäßig“

Manchmal, do muass i wiea d’Frau Heer au saga,/ „Vielfalt isch manchmol recht schwer zom ertraga“/ Ma sott aber, i sag’s bloß nebabei Bei manche Denger et zu oifältig sei. I woiss, ma verweist oin, an so a ra Stell’,/ stets emmer auf diea berühmte Oinzelfäll./

I geab zua, es war für mi schwer bei deam Schreiba,/ ganz cool ond derzua no au no ruhig zu bleiba./ Doch so lang i diea Versla hau niederg’schrieba,/ isch mei Puls konstant …. onder 60 geblieba.

© Gmünder Tagespost 22.03.2018 21:03
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